Erfolg beim SolarMobil 2026

3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft

Als Team des Johannes-Gymnasiums Lahnstein durften wir, Titus von Deringer und Simon Croonenberg aus der 10. Klasse, nach unserem Erfolg in Kaiserslautern an der Deutschen Meisterschaft SolarMobil 2026 in Dortmund teilnehmen.

Nach langer Planung, vielen Entwicklungsstufen und unzähligen Arbeitsstunden trafen wir am 25. September voller Vorfreude in der DASA Arbeitswelt Ausstellung ein. Bei den ersten Testläufen vor Ort bemerkten wir jedoch recht schnell, dass die Buchse zur Stromversorgung aus dem Kondensator Mängel aufwies. Da das Zeitfenster vor Ort abgelaufen war, verlegten wir die Reparaturarbeiten kurzerhand in unser Hotelzimmer und löteten noch am Abend vor dem Wettbewerb eine neue Buchse und Ersatzteile.

Am offiziellen Wettbewerbstag, dem 26. September, folgte auf die Anmeldung und Begrüßung der Teams direkt die Präsentation vor der Fachjury. Unser Standkonzept sowie das ausgearbeitete Plakat kamen im Gespräch sehr gut an. Da die am Vorabend gelötete Verbindung vor dem ersten Start erneut Unregelmäßigkeiten zeigte, ersetzten wir die Buchse unmittelbar vor dem Rennen unter hohem Zeitdruck durch eine Schraubverbindung. 

Beim ersten Wettbewerb – dem Rennen auf der Kreisbahn via Kondensator – zahlte sich dieser spontane Umbau aus. Hier konnten wir zudem mit einer technischen Raffinesse punkten: Da wir unser Auto modular gebaut hatten, montierten wir die Solarpaneele für dieses Rennen einfach ab. Durch die deutliche Gewichtseinsparung und die funktionierende Schraubverbindung meisterte das Fahrzeug die Strecke hervorragend. Die Erleichterung darüber, dass alles so gut funktionierte, war bei uns riesengroß.

Beim anschließenden zweiten Wettbewerb auf der 10-Meter-Bahn folgte jedoch ein Dämpfer. Für dieses Rennen wurden die Solarpaneele wieder auf dem Auto angebracht, doch das Fahrzeug brachte unter den künstlichen Lampen der Bahn nicht die nötige Leistung auf die Strecke. Im Nachhinein vermuten wir, dass die Energiedichte der Lichtquellen schlichtweg zu gering für unser System war. Nach all den investierten Arbeitsstunden war dieser Ausfall im ersten Moment eine große Enttäuschung. 

Wir meldeten den technischen Defekt regulär den Schiedsrichtern und nutzten den verbleibenden Nachmittag für einen Rundgang durch die Ausstellung. Umso größer war die Überraschung bei der Preisverleihung ab 15:30 Uhr: Wir wurden auf die Bühne gerufen und erhielten die Medaille für den 3. Platz in der Kategorie Solar-Expert sowie 200 Euro Preisgeld. Wir vermuten, dass die Juroren neben der erfolgreichen Kondensator-Fahrt vor allem unsere technische Dokumentation, die modulare Bauweise und die Präsentation positiv in die Wertung einbezogen haben. 

Glücklich und stolz traten wir die Heimreise nach Lahnstein an. Unser Dank gilt den ehrenamtlichen Organisatoren der Meisterschaft sowie der Etzold Stiftung für die finanzielle Unterstützung unseres Projekts.

(Titus von Deringer, Simon Croonenberg, 10b)