Kursfahrt des LK Französisch


Sonne, Strand und Badefreuden? Oder Shoppen in der Großstadt mit ihren kulturellen Angeboten? „Marseille“, lautete die Antwort des Stammkurses Französisch der MSS 12. Die französische Metropole am Mittelmeer erfüllte alle Erwartungen, die gemeinhin an eine Kursfahrt gestellt werden.

Vier volle Tage verbrachten die sieben Schüler und vier Schülerinnen und ihre Stammkursleiterin Elisabeth Grimm mit Ehemann Edgar Benz in Marseille, die Hinfahrt mit dem TGV am Sonntag (21.5.) und Rückfahrt am Freitag (26.5.) nicht eingerechnet. Vier Tage, in denen der Kurs nicht nur seinen sprachlichen Horizont erweitern konnte, sondern auch das Leben in einer seit der Antike multiethnischen und multikulturellen Großstadt kennenlernte.

Die Schüler*innen durchquerten das „Tor zum Mittelmeer“, wie sich die zweitgrößte französische Stadt gern nennt, am Quai de la Joliette, wo mittlerweile moderne Architektur die alten Hafenanlagen ersetzt. Die unweit des alten Hafens gelegene Kathedrale de la Major sowie die über der Stadt thronende und einen Schweiß treibenden Aufstieg fordernde Wallfahrtskirche Notre-Dame de La Garde waren weitere Ziele des ersten Tages.

Mit einem „Merci, Laura“ verabschiedeten die Schüler*innen ihre Guide am zweiten Tag. Lebendig und energiegeladen führte Laura durch das Panier-Viertel, das die deutschen Besatzer 1943 größtenteils in Schutt und Asche sprengten. Heute haben Rapper, Graffiti-Künstler oder Petanque-Spieler es wiederbelebt, berichtete sie. Der Nachmittag gehörte einem Ausflug mit der „Edmond Dantès“, vorbei am Chateau d’If, wo der Namensgeber des Bootes als späterer Graf von Monte Christo eine langjährige Kerkerhaft verbrachte. Auf den Îles du Frioul hatten die Schüler*Innen Gelegenheit, ein erstes Bad im Meer zu nehmen.

Ganz im Zeichen des Badevergnügens stand der Mittwoch. Fast ganz, sei ehrlicherweise gesagt. Denn die Calanques, ein steilwandiger, von schmalen Buchten durchzogener Küstenabschnitt, sind nur nach einer gut einstündigen Wanderung zu erreichen. Angesichts der Aussicht auf Schwimmen, Sonnen oder einfach Chillen nahmen die Schüler*innen den steilen Abstieg zur Calanque de Sugiton in Kauf – den anstrengenden Aufstieg auf dem Rückweg vor Augen.

Den Donnerstag konnten die Schüler*iInnen in eigener Regie gestalten. Die einen (= Jungs) sahen sich das Stade Vélodrome, Heimat von „OM“, dem Fußballklub Olympique Marseille, an. Die anderen (= Mädels) bevorzugten den Parc Borély, den botanischen Garten. Nach einem Bummel über den Marché de Noailles traf man sich unter der Ombrière am Vieux-Port, bevor man sich die provenzalische Küche in vielfältigen Variationen beim gemeinsamen Abendessen schmecken ließ.

Die sechs Tage in Marseille werden den elf Schüler*innen des Leistungskurses Französisch und ihren beiden Begleitern in bester Erinnerung bleiben. Und sei es wegen der ausgezeichneten Küche in Frankreichs Süden …