France mobil


„Bonjour, je m‘apelle Hugo”, stellt sich der junge Mann den Fünftklässlern des Johannes-Gymnasiums vor, die gerade im Stuhlkreis Platz genommen haben. Er tippt sich mit dem Zeigefinger an die Brust. „Tu t'appelles comment?“ Hugo Guenser, der als Lektor des FranceMobil in Rheinland-Pfalz unterwegs ist, zeigt auf eines der Mädchen der Klasse 5c. „Wie? Was hat er gesagt?“ Fragende Gesichter, doch dann ist Felix sicher: „Er hat gesagt, er heißt Hugo und gefragt, wie Du heißt.“ Das Eis ist gebrochen: „Je m‘apelle Laura“, stellt sich die 10jährige vor.

Es ist für die meisten Schüler*innen der allererste Kontakt mit der französischen Sprache, die neben Latein als zweite Fremdsprache in der sechsten Klasse zur Wahl steht. Spielerisch wollen die Lektor’innen von FranceMobil die Neugier der Kinder und Jugendlichen auf Sprache und Schönheit unseres Nachbarlandes wecken. Und neben Händen und Füßen kommt an diesem Morgen ein großer Würfel ins Spiel: Solange die Musik läuft, geben ihn die Schüler*innen unter großem Hallo weiter. Beim Peter stoppt die Musik, er würfelt eine vier: „J’aime football“. Es geht munter weiter und vielen kommen die kurzen französischen Sätze schon gut über die Lippen.

„Das hat Spaß gemacht“, ist sich die Klasse am Ende einig. Woher Monsieur Hugo so gut Deutsch kann, wollen sie dann noch wissen. „Ich bin in Lothringen, ganz nah an der deutschen Grenze aufgewachsen und habe in Bonn Deutsch-Französisch studiert“, erzählt er. Jetzt reist er als einer von zwölf Lektor*innen für ein Jahr mit FranceMobil durch Rheinland-Pfalz und das Saarland und gibt seine Kenntnisse weiter. Seit 2002 hat FranceMobil, das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in enger Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft angeboten und vom Klett-Verlag unterstützt wird, so bereits 1,5 Millionen Schüler*innen an fast 20 000 allgemeinbildenden und beruflichen Schulen erreicht. (mrik)