Tag 6 - Safari im Akagerapark
Frühmorgens um 05:15 standen die Jeeps heute bereit, um uns in den Akagerapark zu fahren. Mal sehen, ob wir den "Big Five" begegnen?
"Heute hat uns die Begegnungsreise zu unseren vierbeinigen Freunden geführt. Dafür mussten wir erstmal zwei Stunden über die Hügel Ruandas oder auch the country of thousend hills genannt, fahren, um im Akagera Nationalpark Mengen an Impalas, Zebras, Büffeln, Giraffen, Antilopen und sogar ein paar Löwen zu begegnen. Interessant war es zu sehen wie die Tiere miteinander leben und sich gegenseitig unterstützen und beschützen! Unser netter Fahrer Elvis lehrte uns, dass die Impalas zum Beispiel die Zebras beschützen, weil sie sehr gut riechen können und den Zebras anzeigen, wenn eine Gefahr, also meist die Löwen, in der Nähe sind. Außerdem sahen wir eine große Herde von Büffeln und besonders auffallend war ein weibliches Büffel, dass laut Elvis die Anführerin der Gruppe ist und für ihre Herde nach Wasserstellen und Nahrung sucht. Währenddessen hatten wir großen Spaß dabei uns auf die Sitze zu stellen und die Natur aus dem offenen Dach zu bewundern und laut zu Liedern wie zum Beispiel „Beauty and the Beat“ oder „I love it” zu singen. Natürlich unterstützte uns Elvis dabei und klatschte passend zum Beat mit. Nachdem wir sechs Stunden die Natur bewundern durften, traten wir die Rückreise an mit lautem Gesang und einem großen Grinsen im Gesicht nach so einem erfolgreichen Tag." (Leni Franz)
Schulleiter Rudolf Loch hat den Tag genutzt, um sich ein Bild von der neuen Partnerschule zu machen. Zusammen mit der Schulleitung der GS Rwesero hat er die Schule besichtigt und die nächsten Schritte in der Unterstützung der Schule durch Projektmaßnahmen identifiziert. Die Schule ähnelt in ihrem Zustand in vielfältiger Weise dem Zustand der ETP vor 15 Jahren. Sie benötigt eine neuen Speisesaal für die rund 900 Schülerinnen und Schüler, ein kleines Verwaltungsgebäude, die Schülertoiletten sind sehr sanierungsbedürftig und die Schule freut sich sicher über den Zukauf von zwei Kühen für die Selbstversorgung. Die Schulleitung der GS Rwesero freut sich sehr über den Bau des Sportfeldes und die Anschaffung der Filteranlage. Es wird sicher morgen eine sehr würdige Einweihungsfeier zusammen mit dem Ortsbischof Msgr. Papias Musengamana, der an der Universität St. Georgen in Frankfurt promoviert hat. Auf dem Weg zur Partnerschule liegt auch das Priesterseminar der Diözese mit sage und schreibe rund 400 Seminaristen. Es gibt insgesamt 9 Diözesen in Ruanda! Die Priesterausbildung in Ruanda dauert insgesamt 9 Jahre und ist von der theologischen Ausbildung auf hohem Niveau. Vielleicht ein Hinweis für unser Bistum, sich den ein oder anderen Absolventen dieses Seminars zu sichern? Protogene Niyigena war übrigens auch Seminarist in diesem Seminar.
(Rudolf Loch)
