Canyoning und Bergwandern extrem
Wenn uns gestern noch jemand gesagt hätte, dass wir heute durch eiskaltes Bergwasser springen, uns von Felsen abseilen und nebenbei verloren gegangene Mitschüler suchen… wir hätten wahrscheinlich einfach weiter unser Frühstück gegessen. Aber von vorne. Heute wurde die Gruppe aufgeteilt:
Die einen haben sich beim Canyoning in den Wahnsinn gestürzt. Und zwar wortwörtlich. Oben in den Bergen lag teilweise noch Schnee (ja, SCHNEE!), während unten schon Sommer-Vibes herrschten und der Aquapark wieder gut besucht war. Auch dort wurden große Sprünge gemacht. Einige Mädchen trauten sich den Sprung aus 7m Höhe. Für morgen ist der 10m-Sprung geplant. Währenddessen ging’s beim Canyoning weiter mit Sprüngen aus luftigen Höhen, Abseilen an mehreren Stellen und der Erkenntnis, dass Wasser in den Bergen ungefähr die Temperatur eines frisch geöffneten Tiefkühlfachs hat. Einige sind gesprungen wie absolute Actionhelden, andere haben vorher nochmal ihr ganzes Leben überdacht. Aber am Ende haben es alle geschafft. Adrenalin pur. Für den anderen Teil der Gruppe stand eine 18 Kilometer-Wanderung rund um die beeindruckende Bergwelt von Oetz an. 18. Kilometer. Das sind ungefähr 36.000 Beschwerden über müde Beine, zumal Google Maps zuvor der Meinung war, dass wir nach 9km schon wieder zurück sind. Das Wetter war wider Erwarten großartig! Somit hatten wir tolle Ausblicke in die Bergwelt des Ötztals (Zitat eines Schülers, der noch nie in den Bergen war: „Es sieht aus wie ne 4K-Leinwand“). Zwischendurch gab’s dann noch einen unerwarteten Puls-Moment des Tages: Fünf Schüler waren plötzlich verschwunden. Bevor jetzt Gerüchte entstehen: Alle sind wieder da! Dank richtig guter Kommunikation unter den Schülern (und ja, das sogar ohne Handys!) konnten alle schnell wieder eingesammelt werden. Teamwork funktioniert also offenbar auch offline.
Fazit des Tages:
Anstrengend? Absolut.
Herausfordernd? Definitiv.
Unvergesslich? Zu 100 %.
Nach dem Abendessen wurde natürlich nicht direkt geschlafen, sondern wieder Beachvolleyball gespielt. Während die Schüler nochmal alles an Restenergie verbrannt haben, genossen die Lehrkräfte einen entspannten Abend mit Boule am Strand des Inns – definitiv mit dem Gedanken: „Wie haben wir heute eigentlich alle heil durchgebracht?“
(Susanne Lange)

