2. Tag Stolperstein- und Kunstaktion

Stolpersteine säubern und kreativ werden

Der zweite Tag der Projektwoche war ein Aktionstag: Eine Schüler*innengruppe machte sich auf den Weg, die 40 Stolpersteine in Lahnstein zu säubern, eine Rose und ein laminiertes Informationsblatt zu den jüdischen Opfern (und den Euthanasieopfern) aus Lahnstein, an die die Stolpersteine erinnern, zu platzieren. Wir haben am 1. Tag bereits die Erfahrung gemacht, dass die Stolpersteine gerade nicht die Wirkung haben, die angedacht ist: Man stolpert (nicht!) über sie. Durch die Rose und das Informationsblatt erhoffen wir uns, dass die Stolpersteine mehr Aufmerksamkeit erfahren.

"Wir wurden von vielen Passanten bei der Aktion angesprochen, die sich sehr positiv darüber geäußert haben", so die Schülerin Dana Raue. "Ich bin selbst aus Lahnstein und habe mich selbst darüber gewundert, dass mir die Stolpersteine nie aufgefallen sind. "Es hat mich berührt, dass die Stolpersteine an Menschen erinnern, die in diesen Häusern hier in Lahnstein gelebt haben und dann von den Nationalsozialisten ermordet wurden." 

Zukünftig wollen wir diese Aktion jedes Jahr am 9. November zum Gedenktag an die Reichspogromnacht hier in Lahnstein wiederholen.


Die zweite Gruppe machte sich heute daran, ihren Entwurf für ein großformatiges Friedensbild (2,40 m x 1,60 m) konkret mit Acrylfarben auszumalen. Das Bild wird ein Triptychon werden, das in der Frühschicht am Freitag präsentiert wird. Vorab hatte die Schreinerei Breidbach (Vallendar) die Holzunterkonstruktion zusammen mit grundierten Platten und Scharnieren vorgefertigt, wofür wir sehr dankbar sind.