3. Tag - Rafting auf der Inn

3. Tag - Rafting auf der Inn

Tag 3 und die große Frage am Morgen:

Was wird uns heute wieder erwarten?

Das Frühstück schmeckte wieder hervorragend und der Eiweißkonsum der Jungs (morgen früh müssen die ortsansässigen Hühner wirklich Vollgas geben) ließ erahnen: Heute sollten Muckis gestählt werden.

Das Wetter hielt sich vormittags etwas bedeckt, ein paar Regentropfen konnten uns die Laune aber nicht vermiesen (zumindest nicht denjenigen, die ihr Handy am Abend pünktlich abgegeben hatten.. ansonsten war noch ein wenig Schmollen angesagt). Sei‘s drum. Flammen mussten sich heute durch körperlichen Einsatz analog erarbeitet werden. Das Schmollen sollte also schnell vergehen. 

Heute stand Rafting auf dem Inn auf dem Programm – also Helm auf, Neo und Schwimmweste an und rein ins Abenteuer. Am Vormittag durfte die 9d gemeinsam mit Frau Lange und Herrn Liesenfeld zeigen, was in ihnen steckt. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir unser Ziel und wurden in die Paddeltechnik und Notfallkommandos (die aber schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr zum Einsatz kamen) eingewiesen. Danach hieß es dann: Ab ins kühle Nass und rein ins Boot. Anfangs noch ganz entspannt: ein bisschen paddeln, ein bisschen Wasser anschauen, ein bisschen so tun, als hätte wir alles komplett unter Kontrolle. Dann aber kamen die ersten Wellen.

Und plötzlich wurde aus gemütlicher Bootsfahrt eher ein „Los Team! ALLE PADDELN JETZT! LINKS! NEIN DAS ANDERE LINKS!! Rechts vor, links zurück!“ Der Inn hatte auf jeden Fall seine eigenen Regeln und Vorstellung davon, wie ruhig so ein Vormittag ablaufen kann. Es wurde geschrien, gelacht, nass gespritzt, angefeuert, vom Boot gesprungen, Paddel verloren, Tequila gefeiert, der Raftkillerfelsen umfahren (halt stopp, was war da mit dem Liesenfeld-Boot los? Die Titanic ist genau nach einem solchem Manöver untergegangen..) - einfach das Leben beim Versuch, Aura zu formen, riskiert (Schülersprache off). Am Nachmittag war dann die 9a mit Herrn Thieltges und Frau McGhee dran. Natürlich hochmotiviert aufgrund aller Schauermärchen, die die 9d vom Vormittag zu berichten hatte („Da können sich Fußschlaufen lösen, das Liesenfeld-Boot ist am Raftkillerfelsen zerschellt, usw.), natürlich überzeugt, dass sie das locker genauso chaotisch perfekt machen wie die Vormittagsgruppe. Die Realität? Der Inn behandelt alle gleich.

Auch hier: wilde Wellen, volle Paddel-Power und dieser eine Moment, wenn man kurz denkt: Überleben wir das? Und warum werde eigentlich immer nur ich von der Welle erwischt?

Zwischendurch wurde natürlich ebenfalls wie auch am Vormittag versucht, sich gegenseitig maximal nass zu machen. Apropos Maxi: Die Videos werden noch ausgewertet. Aber ganz klar wurde das Paddel einer Lehrkraft aus der Hand geschlagen! Nicht andersherum! Am Nachmittag und Abend wurde wieder fleißig Fußball und Beachvolleyball gespielt.

Fazit des Tages:

Schmerzen in den Armen? Kommen morgen.

Notfallkommandos: 2

River Quest im Phantasialand: lächerlich.

Flammen: von 1123 auf 0 (echte Freunde verstehen das..)

 Wieder ein Tag voller Action, Adrenalin und Erinnerungen. Wir sind gespannt, womit uns Tag 4 überrascht -wir haben so eine leichte Vorahnung...

(Susanne Lange)