Tag 1 – Ankunft in Lemmer
Es war Sonntagnachmittag, als der Reisebus sich Stück für Stück rückwärts aus der Johannesstraße manövrierte und alle Schülerinnen und Schüler nochmal ihren Eltern zum Abschied winken durften, bevor das große Abenteuer „Klassenfahrt 2026“ begann. Das Ziel der Reise: Lemmer, der Heimathafen der „Elizabeth“, einem traditionellen holländischen Segelschiff mit drei Masten auf dem IJsselmeer, Baujahr 1913.
Aber zwischen uns und Lemmer lag ja noch eine gute Strecke Fahrt. Diese von viel Stau und zahlreichen Spielrunden „Imposter“ sowie „Wahrheit oder Pflicht“ geprägte Busfahrt mündete auch noch in einen kurzen Zwischenstopp hinter der Grenze, bei welchem Herr Rosenbaum seinen Herausforderer Julian im Armdrücken besiegte und damit bewies, dass er es sehr wohl auch zum Sportlehrer gebracht hätte.
In Lemmer angekommen bestiegen wir zunächst bei leichtem Nieselregen die „Elizabeth“, wo uns bereits Skipper Alwin mit seinem bayrischen Matrosen Max, einem echten Seebären, so der O-Ton einiger Schülerinnen und Schüler, erwartete. Die beiden zeigten sich äußerst belustigt angesichts der anfänglichen Panik, die sich bei den Jugendlichen breit machte, als diese ihre doch sehr beengten Behausungen an Bord erblickten. Insbesondere die Deckenhöhe stellte den ein oder anderen vor Herausforderungen, da musste man beim Duschen eben kreativ werden.
Herr Rosenbaum und Frau Reimann – vom Betreten des Schiffs an dann eigentlich auch nur noch Tobi und Toni genannt – begaben sich direkt in die Küche, um die versprochene Pastaparty und somit das Abendessen vorzubereiten. Schließlich wurden für jeden Tag Teams eingeteilt, welche sich um die Versorgung auf dem Schiff kümmern sollten. Und an Tag 1 stand das Lehrerteam auf dem Plan: Tobi und Toni, oder eben auch T.N.T. … dass dieser Name später noch von Bedeutung sein sollte, zeigte sich am letzten Morgen!
Nach dem Abendessen und einer kurzen allgemeinen Einweisung seitens der Crew wurde die erste Nacht eingeläutet – und zwar wortwörtlich eingeläutet: Als sich die eine Hälfte schon im Tiefschlaf befand, entdeckten andere die Schiffsglocke und testeten nachts um 1 Uhr mal ihre Funktion. Fazit: Funktioniert … sehr gut. Von daher kann man jetzt nicht unbedingt von einer erholsamen, wohl aber von einer unterhaltsamen Nacht sprechen.
