Tag 8 - "Coffee organico" - Besuch auf einer Kaffeeplantage

8. Tag - "Coffee organico" - Besuch auf einer Kaffeeplantage

Nach dem Frühstück im Restaurant unseres Hotels in Butare machten wir uns auf die Spur nach dem Kaffee Arabica von Ruanda. Auf der Kaffeeplantage "HUYE Montain Coffee" erwartete uns die Reiseführerin mit frisch gekochtem Kaffee. Wir fuhren mit den Bussen bis kurz vor die Plantage den Berg hinauf. Unser Reiseführerin betonte am Anfang, dass Kaffee nur in Regionen mit 1500 - 2500 Höhenmetern überhaupt gedeihen kann. Dies merkten wir auch daran, dass der gesamte Weg durch die Plantage stets hoch hinaus führte. An mehreren Stationen erfuhren wir alles Wichtige zum afrikanischen Kaffee, seinem Anbau, den verschiedenen Sorten etc. Die Kooperative erhält die Kaffeebohnen insgesamt von 2000 Kaffeebauern und existiert seit 2012. Sie produziert fairen und biologischen Kaffee. An einer der Stationen zeigte die Führerin die traditionelle Form der Bohnenbearbeitung und bot uns danach den "Coffee handmade" zur Testung an. Der Weg führte über einen sehr einprägsamen und geschichtsträchtigen Felsen hoch hinaus zu einer traditionellen, großen Amphore, die Sinnbild ist für die Gemeinschaft der Kooperative (aus solchen Amphoren trinkt man in Ruanda Bananenwein, dabei wird man laut Reiseführerin nicht "trunken", sondern lediglich "excited"). 

Auf dem Weg vom Berg hinunter konnten wir an der "Waschstation" noch Halt machen und uns einen Überblick über diesen Schritt in der Verarbeitung der Bohnen machen. Auf Nachfrage wies die Führerin darauf hin, dass die Kooperative den Bauern pro kg gelieferte Bohnen 30 Cent bezahlt. Hier kann man an einer sehr passenden Stelle sich vor Augen führen, wie wichtig der Fairtrade-Gedanke ist angesichts solcher "Gewinnmargen". Zum Abschluss erhielten alle TeilnehmerInnen noch ein kleines Geschenk und es wurden dann doch sehr viele Kaffeepäckchen noch erworben für den Kaffeegenuss zu Hause in Deutschland. 

Ursprünglich sollte ich noch der Besuch des nationalgeographischen Museums in Butare anschließen, aber das Programm an der Kaffeeplantage samt Mittagessen war zeitlich dann doch zu umfangreich für einen weiteren Programmpunkt an diesem Tag. Dies wollen wir morgen früh dann direkt nachholen, bevor es weitergeht zur Genozid-Gedenkstätte in Gikorongo.

Eine Schülerin konnte leider nicht an der Tour teilnehmen, da sie sich nicht wohlfühlte. Herr Loch fuhr mit ihr ins nahe Krankenhaus, sie wurde untersucht und so lernten wir auch das freundliche, schnelle (!) und kompetente Gesundheitswesen in Ruanda kennen. Sie hat "lediglich" eine Angina und in der nächsten Apotheke konnten wir dann auch direkt die Medikamente bei einem sehr freundlichen Apotheker erwerben - toll!