Tag 6 – Abschied von Bord
Wenngleich Alwin uns am liebsten auch noch mit nach Amsterdam zu seiner nächsten Tour genommen hätte, mussten wir uns dann doch am Freitag von der „Elizabeth“ und ihrer Crew verabschieden. Dieser Abschied fiel einigen recht schwer, da viele das Schiff schnell in ihr Herz geschlossen hatten. Nach der mehr oder weniger sanften morgendlichen Weckaktion von Tobi und Toni mit dem AC/DC-Song „T.N.T“ über den größten Lautsprecher, der sich an Bord finden ließ, wurde der Abreisetag organisiert. Im Anschluss wurden also die Lebensmittel verstaut, die Koffer gepackt, die Zimmer geräumt und gestaubsaugt und die letzten Fundsachen an Bord ihren Besitzern übergeben. Währenddessen liefen wir aus dem Hafen von Stavoren aus und begaben uns auf die letzte zweistündige Etappe unserer Reise Richtung Lemmer, dem Heimathaften unserer „Elizabeth“. An Deck wurden noch ausgiebig die letzten Sonnenstunden genossen – da es so sonnig und windstill war, warf Alwin ausnahmsweise den Motor an und die Segel blieben an diesem letzten Tag zur Enttäuschung der meisten tatkräftigen Segler eingerollt. Andere hingegen waren zugegebenermaßen froh, dass nicht noch weitere Blasen an den Händen dazu kommen würden. Für den außerordentlichen Einsatz des Teams die ganze Woche über – egal ob an Deck, in der Küche oder auch an Land – verlieh Max nun in diesem Rahmen auch noch allen frisch ausgebildeten Matrosen an Bord einen wohlverdienten Fleißsticker.
Als wir um halb zwölf in den Hafen von Lemmer einliefen und ein letztes Mal die Fender zum Anlegen ausbrachten, merkte man einigen schon die zunehmende Wehmut an, da es nun gleich Abschied nehmen hieß. Busfahrer Markus erwartete uns bereits winkend in Lemmer und so musste das Schiff binnen weniger Minuten geräumt werden und es wurde alles eingeladen, schnell noch Müll weggebracht und ein wenig Verpflegung für die Rückreise im Jumbo besorgt. Zum finalen Abschied gab es dann sogar noch Gruppenumarmungen mit Kapitän Alwin und als wir dann die Segel setzten – äh, ach ne, einfach nur mit dem Bus losfuhren – winkten alle ein letztes Mal der „Elizabeth“ und ihrer Crew, die für uns das Schiffshorn ertönen ließ. Und so ging das Abenteuer „Klassenfahrt 9b - Segeln auf dem IJsselmeer“ zu Ende. Wir sagen von Herzen DANKE für eine einzigartige Zeit!
