Kennenlernfahrt der Klasse 5b


Wir schreiben die dritte Schulwoche im Schuljahr 2026/27 – bereits sehnsüchtig erwartet von einigen FünftklässlerInnen, denn in dieser Woche steht die traditionelle Kennenlernfahrt an. Ziel der dreitägigen Reise: Das „Haus der Familie“ in Vallendar. Und Ziel für die Klasse 5b: Eine gute Klassengemeinschaft werden – genauer gesagt ein Team, das gemeinsam alles schafft. So lautete das klare Vorhaben. Gesagt, getan …

Unter Anleitung des Erlebnispädagogen Roland und seinem Auszubildenden Vincent sowie der Klassenleitungen Herr Els und Frau Reimann lernten die motivierten Schülerinnen und Schüler, welche sich zum Großteil erst seit zwei Wochen kennen, sowohl einander zu vertrauen als auch gewinnbringend miteinander zu kommunizieren und dabei etwaige Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Ob diese Herausforderungen nun im Besiegen eines alten, hungrigen Eisbären, im Verhindern eines gefährlichen Vulkanausbruchs oder im Durchqueren des dichten Dschungels bestanden – die Klasse 5b bewältigte alles mit links.

Alle verstanden schnell, dass es in manchen Lebenssituationen einen Chef bzw. einen „El Capotano“ (an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Theo für diese Wortneuschöpfung) geben muss, meistens aber auch die Meinung von allen gehört werden muss, insbesondere von den stilleren Mitschülerinnen und Mitschülern, um als Team gut zusammenzuarbeiten.

Während zwischendrin zwar noch kurz gerätselt wurde, wie man denn nun am besten die beiden Bens und die beiden Claras auseinanderhalten könne (Resultat: Benno und Bellig, Clari und Clara), wurden im Kampf gegen den Eisbären nicht nur alle Robben zum richtigen Zeitpunkt durch die Gegend geschickt, sondern unter anderem Geheimwaffe Fina genau im richtigen Moment eingesetzt sowie Helge kurzerhand auf den Namen „Helgo“ und Anne auf den Namen „Isabelle“ getauft. Herr Els testete dann noch bei einem Spiel Johanns Flugfähigkeiten, indem er diesen mal kurz durch die Lüfte schleuderte, während Frau Reimann Elias leider voller Ehrgeiz über den Haufen rannte, was dieser aber gut wegsteckte.

Besonderes Vertrauen genossen bei einem Spiel Katharina, Emma, Maya und Emilia, die ihre vier blinden Teams mit viel Ruhe sowie überwiegend unfallfrei (man munkelt nur, Lotti freundete sich unterdessen doch noch enger mit dem ein oder anderen Baum an) durch einen gefährlichen Dschungel manövrierten. Zum Glück konnte aber ein Aufeinandertreffen mit diversen Raubtieren vermieden werden. Dank einer ausgeklügelten Strategie von Leni konnte später auch ein reißender Lavastrom im Rekordtempo überquert werden und David verhalf seinem Team mit selbstsicherer und gewissenhafter Anmoderation beim Löschen des Vulkans zu einem weiteren Rekord, der beide Erlebnispädagogen beeindruckte.

Felix rockte unterdessen den Piratenlook, da er wegen einer Augenverletzung zeitweise eine Augenklappe tragen musste. Dies hinderte ihn aber nicht daran, weiterhin minütlich rasante Beschleunigungsmanöver auf dem Fahrrad durchzuführen – neben Pedalos und Dreirädern eines der zahlreichen Fahrgestelle, die den Kindern zur Verfügung standen. Ebenso sorgten die Bobbycars bei den FünftklässlerInnen für Begeisterung: Hier lieferte sich insbesondere Marie das ein oder andere Wettrennen. Im Toreschießen erwiesen sich ganz besonders Luke und Paul als wahre Profis. Der Fußballplatz war dauerhaft fest in ihrer Hand!

Eine Sonderausgabe von „Johnnys Next Topmodel“ gab es dann am Donnerstagabend zu bestaunen, als ein paar Mädels den Gruppenraum zu einem Catwalk für eine Fashionshow umfunktionierten. Zu erwähnen sei an dieser Stelle Elisabeths begleitendes Klavierspiel, das für eine perfekte musikalische Untermalung sorgte, sowie Mathis einwandfreie Pirouette, die jede Ballerina neidisch machen würde. Abends stieg im selben Raum dann noch eine kleine Party mit einer kleinen Runde Werwolf sowie einer hitzigen Partie UNO. Hierbei stellten unter anderem Anton und Malte ihren ausgezeichneten Musikgeschmack unter Beweis und lieferten die ein oder andere beeindruckende Gesangs- und Tanzeinlage ab.

Wenn es abends auf die Zimmer ging, stellte sich ein fröhliches „Bäumchen-Wechsel-Dich“ ein: Egal, welche Tür man öffnete, es befanden sich irgendwie nie die Menschen auf dem Zimmer, die es ursprünglich bezogen hatten. Und so führten die spontan erschaffenen Matratzenlager dazu, dass diverse Schülerinnen auf einmal eine neue Unterkunft für die Nacht fanden. Xenia, Safiya und Clara starteten eine Übernachtungsparty und auch Antonia bezog kurzerhand ein neues Quartier. Das ein oder andere Zimmer machte dann auch den Tag zur Nacht: Augenzeugen berichten, dass Cem und Leo auch um drei Uhr morgens noch putzmunter waren. Und irgendwie wurden sie auch am nächsten Tag immer noch nicht so richtig müde …

Nachdem am Freitagvormittag noch zum krönenden Abschluss die Wahlen der KlassensprecherInnen anstanden, fanden drei ereignisreiche Tage dann auch ein Ende. Wobei, laut Anni zählt ja der An- und Abreisetag gar nicht mit … ;-)

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle nochmal an unsere beiden GCLer Anne und Helge. Ihr wart eine tolle Bereicherung unseres Klassenteams und ohne euch wäre die Zeit im „Haus der Familie“ nur halb so ereignisreich geworden!

 Frau Reimann, Herr Els & die Klasse 5b (weil „b“ für die Besten steht …)