Nachhaltige Forschungsideen überzeugten
Entdecken, entwickeln, erfinden: Jedes Jahr nehmen Tausende Schülerinnen und Schüler mit großem Enthusiasmus und noch mehr Kreativität an „Jugend forscht“ teil, um zumindest theoretisch die Welt von morgen ein bisschen besser zu machen. Im vergangenen Jahr feierte der Wissenschaftswettbewerb sein 60-jähriges Bestehen. Auch für die 61. Runde des Forscherwettbewerbs stehen nachhaltige Projektideen im Vordergrund. Das gilt auch für die Johnny-Jungforscher, die wiederum sehr erfolgreich waren. So ist z.B. Mateo Hofer zum Thema Wassersparen etwas eingefallen. Er schlägt vor, in allen Abflüssen Schaufelräder einzubauen, mit denen man bei jedem Händewaschen oder Duschen Strom erzeugen könne. „Die Menge macht’s“, sagt er. „Wenn jeder Haushalt auf der Welt diese Anlage einbauen würde, könnte pro Jahr ein halbes Atomkraftwerk weniger im Betrieb sein.“ Die Bandbreite der Forschungsergebnisse ist bemerkenswert, teils extrem anwenderfreundlich, dann wieder nur für die Wissenschaft an sich interessant. So haben David Bläße und Julius Mund eine Zahnpasta hergestellt, die dank ätherischer Öle gleichzeitig noch beim Durchatmen hilft, was für Asthmatiker und Allergiker tatsächlich ein Segen sein könnte – am anderen Ende des Spektrums ist dann das Projekt von Lara Otto (9b) anzusiedeln, die untersucht hat, wie Pflanzen auf die Ultraschall-Töne anderer Pflanzen reagieren. „Eine Tomate gibt zum Beispiel entsprechende Schwingungen ab, wenn es ihr nicht gut geht“, sagt die 14-Jährige. „Ich habe herausgefunden, dass Pilze dies offensichtlich wahrnehmen können und ihre Struktur verändern.“ Klingt komisch, ist aber so. Und könnte in der Landwirtschaft vielleicht sogar bei der Optimierung der Ernte helfen. Man muss nur ein wenig um die Ecke denken. So wie die Jugendlichen dies vorgemacht haben.
Für den Landesentscheid Jugend forscht Junior qualifizierten sich folgende Johnny-Regionalsiegerinnen:
Nike Hanrath und Mila Dopichai (6c) | Bioplastik aus dem Fruchtkörper eines Pilzes | 1. Platz Biologie Jugend forscht Junior, Regionalwettbewerb Remagen |
Marie Hauck (9b) | Untersuchung der CO2-Speicherkapazität verschiedener Substanzen | 1. Platz Chemie Jugend forscht Junior, Regionalwettbewerb Remagen |
Insgesamt dürfen wir uns bei den Regionalwettbewerben über zwei erste und vier zweite Platzierungen freuen. Hinzu kommen noch Sonderpreise und der Schulpreis der Berdelle-Hilge-Stiftung (357,-€).
Übersicht über die Platzierungen 2026

