"Nie wieder Auschwitz! Erinnerung wachhalten – Gegenwart gestalten" lautet das Thema der Akademietage 2020. Aus Anlass der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren werden wir uns an den Akademietagen vom 26. bis 28. Februar 2020 in Vallendar mit dem vielleicht dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzen.Begleitend nehmen die Teilnehmerinenn und Teilnehmer an einer einwöchigen Exkursion (02. bis 18. Februar 2020) nach Polen teil, in dessen Zentrum ein Besuch des Vernichtsungslagers Auschwitz steht.

Die Akademietage beginnen am Mittwoch, 26.02.2020, um 19 Uhr mit einem Vortrag von Henriette Kretz in der Aula des Johannes-Gymnasiums. Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in Polen geboren. Ihr Vater war Arzt, ihre Mutter Anwältin von Beruf, widmete sich aber ganz der Erziehung der Tochter. Nach dem Überfall auf Polen im Herbst 1939 floh die jüdische Familie vor den heranrückenden Deutschen. Doch 1941 holten der Krieg und die Deutschen die Familie auch dort ein. Aus ihrer Wohnung wurden sie bald vertrieben und mussten in den jüdischen Stadtbezirk umsiedeln, wo kurze Zeit darauf ein Ghetto eingerichtet wurde. Henriettes Eltern wurden vor ihren Augen erschossen. Sie selbst konnte sich in einem Nonnen-kloster verstecken und überlebte die Zeit des NS-Terrors. Henriette Kretz ist Mitglied des polnischen Vereins „Kinder des Holocaust“, dem Juden angehören, die als Kinder den NS-Terror meist in Verstecken überlebt haben.

Der Eintritt zum Vortrag von Henriette Kretz ist frei. Das Programm der Akademietage 2020 kann hier eingesehen werden.