Das Erkennen eines Herz-Kreislaufstillstands, das Absetzen eines adäquaten Notrufs und vor allem die Wiederbelebung von Patienten standen am Mittwoch, dem 18.09.2019, auf dem Stundenplan von Schulsanitätern und  angehenden Abiturienten des Johannes-Gymnasiums Lahnstein. Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung folgten die Lahnsteiner Schüler unter Leistung ihres Lehrers Christian Weigand der Einladung des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz (BWZK).

Begleitet von Oberstabsarzt Dr. Harmuth sowie der Notfallsanitäterin Oberfeldwebel Koudelka und Notfallsanitäter Zuschke durchliefen die Schüler eine Schulung über die praktischen Abläufe auf Rettungsleitstellen und im Rettungsdienst. Anschließend wurden die Grundlagen der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) theoretisch besprochen und danach praktisch geübt.

Dr. Harmuth beschreibt das Projekt folgendermaßen: „Mit der Woche der Wiederbelebung wollen wir Laien ausbilden, die als Ersthelfer einen Herz-Kreislaufstillstand erkennen, melden und die Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen, um die Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Rettungskräfte zu überbrücken.“

Im Rahmen der regelmäßigen Fortbildung der Schulsanitäter war die Einladung des BZWKs für die Schüler des Johnnys eine hoch willkommene Möglichkeit, bei einer der besten Rettungswachen Deutschlands die Kompetenzen im Bereich der Reanimation zu schulen. Darüber hinaus ergaben sich spannende Eindrücke in die Alltagspraxis des Koblenzer Rettungsdienstes, inklusive der aktuellen Herausforderungen wie Gaffer an Unfallorten und steigendem Gewaltpotential gegenüber den Rettungskräften.

Die Besichtigung der Rettungsmittel (Notarzteinsatzfahrzeug, Rettungswagen, Intensivtransporter, Rettungshubschrauber) komplettierte die Eindrücke der engagierten und interessierten Lahnsteiner Schüler, die von der fachlichen Kompetenz und der Freundlichkeit der Rettungsdienstmitarbeiter des BWZKs beindruckt waren. „Seit meiner eigenen Zeit als Rettungssanitäter im hauptamtlichen Koblenzer Rettungsdienst kenne ich Mitarbeiter der Rettungswache des BZWKs und der Besatzung des Rettungshubschraubers. Seit vielen Jahren besteht hier ein großartiges Kompetenzzentrum für Notfallmedizin,  das die Schülerinnen und Schülern heute kennenlernen konnten.“, so der verantwortliche Lehrer Christian Weigand.

Für die Schüler blieben vielfältige und interessante Einblicke in die Welt des Rettungsdienstes: „Nach meiner Ausbildung zum Schulsanitäter und meiner Weiterbildung zum Einsatzsanitäter war das heute eine gute und sinnvolle Erfahrung, eine Rettungswache und die dortigen Fahrzeuge von nahe zu sehen.“, so Schulsanitäter Hendrik Monzen aus der 12. Klasse des Johannes-Gymnasiums. Seine Kollegin Victoria Kronhart aus dem Kreis der Schulsanitäter ergänzt: „Das war ein toller Tag mit spannenden neuen Eindrücken. Wir haben viel Praktisches gesehen und gelernt, mit dem wir unseren Mitschülern in Zukunft helfen können!“ Auf der Internetseite einlebenretten.de finden sich weitere Zahlen und Fakten zum Thema.