Aktuell: Aufbau unserer schuleigenen Sternwarte 

Auf dem Hohen List nahe Schalkenmehren in der Vulkaneifel soll mit dem Aufbau einer schuleigenen Sternwarte der Mittelpunkt und Leuchtturm eines neuen MINT-Schüler*innen-Forschungsstandortes werden. 

Hintergrund

Auf dem Hohen List hat die Universität Bonn Anfang der 1950er Jahre ein eigenes astronomisches Beobachtungszentrum errichtet, welches das Astronomische Institut der Uni Bonn 2012 aufgab, da u.a. eine andere Schwerpunktsetzung im Bereich der Radioastronomie erfolgte. Das gesamte Beobachtungsgelände verwaiste, mit Ausnahme des Turms 6, in welchem eines der größten Spiegelteleskope auf deutschem Boden mit einem 1,06m großem Spiegel untergebracht war und ist. Von engagierten ehemaligen Mitarbeitern des astronomischen Instituts der Uni Bonn und anderer Universitäten, engagierten und hochqualifizierten Astronomen vor einem Verkauf bewahrt, wurde dieses großartige Instrument stets weiter betrieben und inzwischen umfassend saniert. Im Frühjahr 2021 wurde dieses Teleskop neu verspiegelt und steht nun den Nutzern wieder vollumfänglich zur Verfügung.


(Norbert Fisseni und Dr. Nelles im Turm 1)

Sternwarte des Johannes-Gymnasiums

Das Johannes-Gymnasium ist aktuell dabei, im einzig vollständig leeren Turm des ehemaligen Observatoriums, dem Turm 1, (siehe Abb.1, Turm ganz links), eigene Beobachtungsmöglichkeiten aufzubauen. Mit dem Eigentümer der Liegenschaft, einem ehemaligen Mitarbeiter des Observatoriums und leidenschaftlichen Astronomen, Herrn Dr. Nelles, wurde dazu ein langfristiger Nutzungsvertrag geschlossen. Aktuell werden vielfältige Renovierungsarbeiten gemeinsam mit den Schüler*innen durchgeführt, im Dezember 2021 wird die Lieferung der neuen Säule und des neuen 40cm-Spiegelteleskops erfolgen. Spätestens in den Weihnachtsferien sollen dann im Anschluss an die notwendigen Umbaumaßnahmen die Säule aufgebaut und ausgerichtet, die bereits vorhandene Montierung und das Teleskop installiert werden. Damit einher gehen umfangreiche Installationen von Rechentechnik, so dass wir hoffen, im Januar 2022 eine neue Schulsternwarte im nördlichen Rheinland-Pfalz in Betrieb nehmen zu können.


Abb. 1: Observatorium Hoher List, Schalkenmehren, Eifel; Quelle: www.hoher-list.de 

Ausblick

Diese neue Sternwarte soll so entwickelt und genutzt werden, dass mittelfristig ein neuartiger MINT-Schwerpunkt für Schüler*innen im nördlichen Rheinland-Pfalz (RLP) und der Eifel entsteht, an welchem Schüler*innen ...

  • ... Jugend forscht-Projekte planen, entwickeln und umsetzen.
  • ... mit Unterstützung aktueller und ehemaliger (Hochschul-)Lehrer*innen an Facharbeiten und BLLs zu astronomischen und astrophysikalischen Themen arbeiten.
  • ... in MINT-Camps an unterschiedlichen astronomischen oder astrophysikalischen Fragestellungen forschen.
  • ... in Arbeitsgemeinschaften, wie z.B. unsere Astronomie AG, an verschiedenen Themen projektorientiert gemeinsam und hochprofessionell arbeiten.

Wir planen darüber hinaus die Professionalisierung unserer eigenen schulischen Arbeit im Bereich Astronomie/Astrophysik so zu entwickeln, dass daraus ein Mehrwert für viele Kolleg*innen, insbesondere im nördlichen Rheinland-Pfalz, erwächst. Hier sind in Planung:

  • Die Weiterbildung von Lehrer*innen aus unterschiedlichen Schulformen zu astronomischen und astrophysikalischen Themenschwerpunkten.
  • Die Bereitstellung erprobter Unterrichtskonzepte und Materialien.
  • Die gemeinsame Entwicklung anwendungsorientierter Abituraufgaben im Rahmen von Wochenendseminaren.
  • Der Aufbau eines Netzwerks von Schulen und Universitäten im nördlichen RLP mit dem Schwerpunkt Astronomie/Astrophysik.
  • Die Einführung in die praktische Astronomie und z.B. die Spektroskopie.
  • Der Aufbau eines MINT-Clusters Astronomie/Astrophysik in Rheinland-Pfalz.

Aufgrund der Unterstützung durch die Astronomische Vereinigung Vulkaneifel (AVV), in der sich viele ehemalige Lehrende und Mitarbeiter der Unis in Bonn und Köln engagieren, kann man am Standort Hoher List für die praktische Arbeit dann ggfs. neben unseren eigenen Geräten mehrere weitere sehr hochwertige Teleskope nutzen. Neben den Beobachtungsgeräten verfügen wir selbst bereits über vielfältige Detektoren (Spiegelreflex-, CCD- und CMOS-Kameras, einen Spektrographen u.a.m.), können über die AVV aber auch auf deren historische Geräte und viel praktische Erfahrung zurückgreifen. Nachdem wir über viele Jahre semiprofessionell und mit hohem persönlichen Einsatz gearbeitet, einige 10.000 € in die Ausrüstung investiert haben, gilt es nun unsere Arbeit zu professionalisieren und auf einem anderen Niveau mit den Schüler*innen qualitativer und langfristiger zu arbeiten. In unserer Arbeitsgemeinschaft Astronomie engagieren sich bereits seit vielen Jahren konstant mehr als 15 Schüler*innen. Die Wettbewerbserfolge (mehrfaches Erreichen des Bundesfinales Jugend forscht) können sich sehen lassen. Beabsichtigt wird eine engere Zusammenarbeit mit den Universitäten und Hochschulen in Koblenz, Bonn und Trier, um eventuell auch Praktika für Student*innen zu ermöglichen. Vor allem aber wollen wir Angebote für Schüler*innen im nördlichen RLP und in unserer Schule schaffen.

(Norbert Fisseni, MINT-Koordinator und Leiter der Astronomie - AG)



Allgemeines zur Astro-AG

Die Astronomie-AG leitet seit vielen Jahren Herr Norbert Fisseni für Schüler/innen ab Klassenstufe 8. In den vergangenen Jahren sind aus dieser AG eine ganze Reihe von erfolgreichen Jugend-forscht-Projekte entstanden. Der Schwerpunkt der AG liegt auf dem Beobachten von Himmelskörpern, dem Orientieren am Himmel und dem Verstehen der Bewegungsbahnen der Himmelskörper, am einfachen Beispiel des Sonne-Erde-Mond-Modells. Es werden Modelle erarbeitet , Astronomie-Software genutzt, Sternbilder gelernt und natürlich trifft man sich zu Astronächten gelegentlich zu Himmelsbeobachtungen mit Teleskopen.






Lukas Prestel gewinnt bei "Jugend forscht" einen Ersten Preis

Mit seiner Arbeit „Experimentelle Bestimmung der differentiellen Sonnenrotationsperiode durch die Bewegung der Sonnenflecken“ gewinnt Lukas Prestel, seit vielen Jahren Mitglied der Astronomie-AG des Johannes- Gymnasiums, am 16. Februar 2018 den 1. Preis beim  Regionalwettbewerb jugend forscht in Trier.

Den kompletten Bericht mit weiteren Fotos finden Sie hier.


MINT-Projekttag für die 5. Klassen

Im Rahmen eines MINT-Projekttages Astronomie der Fachschaft Naturwissenschaften am 8. Februar 2017 konnten alle Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen das mobile Planetarium der Sternwarte Sessenbach besuchen. An über 20 verschiedenen Stationen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der drei Klassen an diesem Tag außerdem zu verschiedenen astronomischen Themen. Einen Bericht und Fotos finden Sie hier.


Astronomie-Wochenende in Daun in der Eifel

Die Schülerinnen und Schüler der Astronomie-AG nutzten die letzten Tage der Herbstferien zu Stern-Observationen in der Eifel. Von Freitag, 21.10. bis Sonntag, 23.10.2016 verbrachten die Schülerinnen und Schüler in der Eifelmaar-Jugendherberge in Daun ein Wochenende ganz im Zeichen der Astronomie. Ein ausführlichen Bericht können Sie hier lesen.


Beobachtung eines Merkur-Transits

Der Merkur ist ein innerer Planet. Er dreht sich in 88 Tagen einmal um die Sonne und ist somit schneller als die Erde auf ihrer Umlaufbahn. Voraussetzung für die Beobachtung eines Merkur-Transits ist, dass sich der Merkur zwischen Sonne und Erde und auf einem Bahnknoten (Schnittpunkt der Merkurbahn mit der Ekliptik) befindet. In Koblenz war der Merkur-Transit am 9. Mai 2016 zwischen 13 und 21 Uhr zu beobachten. Die Astronomie-AG hatte ihre Teleskope auf dem Schulhof installiert, so dass die Schülerinnen und Schüler des Johannes-Gymnasiums einen Blick auf das seltene Ereignis werfen konnten.



Weitere Informationen zur Astronomie-AG

Die Astronomie-AG wird geleitet von Herrn Norbert Fisseni.



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