"Der Besuch in Deutschland und vor allem auch hier in dieser Schule war für mich der Höhepunkt meiner Europareise", bekräftigte Bischof Monsigneur Servilien Nzakamwita (Bistum Byumba, Ruanda) im Lehrerzimmer des Johannes-Gymnasiums, in dem er sich nach Besuch einer Unterrichtsstunde im Grundkurs Französisch eine kurze Verschnaufpause gönnte. Es war ihm trotz seines eng getakteten Besuchsprogramm ein Herzensanliegen, das Johannes-Gymnasium als deutsche Partnerschule der ebenfalls katholischen Ecole Technique Paroissilale Nyarurema zu besuchen. Begleitet wurde er dabei auch der ehemalige Schulleiter Pater Fidèle de Charles Ntiyamira, der sich freute, gute Freunde wiederzutreffen. Erst im Juni des vergangenen Jahres war  er mit einer Schülergruppe für zwei Wochen zu Gast am Johannes-Gymnasium gewesen.

Bevor er am späten Vormittag aber in Richtung Flughafen und Ruanda aufbrach, verschaffte sich Monsigneu Servilien aber noch beim einem Rundgang über das Schulgelände einen Einblick in das  Schulleben am Johannes-Gymnasium. Und er war beeindruckt von der Weitläufigkeit, der schönen Lage an Rhein und Lahn,  der Ausstattung - in der Sporthalle war gerade ein Teil der generalsanierten  Sanitäranlagen fertig geworden, Whiteboards und  Computerarbeitsplätze, das Bistro mit einem breiten kulinarischen Angebot – und auch den künstlerischen Schülerarbeiten.

In der Aula hatte eine neunte Klasse gerade eine sehenswerte Ausstellung zum Thema "Flüchtlinge" aufgebaut und gern hätte Monsigneur Servilien sich noch länger die Texte und Spielideen von Französisch-Lehrerin Elisabeth Grimm, deren Unterricht er am Morgen besucht hatte, übersetzen lassen. Doch die Zeit drängte:  "Bon voyage. Nehmen Sie unsere Grüße mit nach Ruanda. Wir sind sehr froh über unsere Schulpartnerschaft, viele Freundschaften sind entstanden und wir können viel von einander lernen", verabschiedete schließlich Schulleiter Rudolf Loch den hohen Besuch. (mrk)