Im Rahmen der Medienprävention fand Anfang Juni für die achten und neunten Schuljahre des Johannes Gymnasiums die Theateraufführung "Fake oder war doch nur Spaß" des Ensembles "radics" aus Berlin statt, in dem es um Cybermobbing, Intrigen und Lügen, ausgetragen im Web 2.0 geht.

Ziel des Stückes ist es, die Schüler für das Thema zu sensibilisieren, was sehr professionell gelungen ist.

Das Ensemble setzte dabei einen fiktiven Fall in Szene: Die siebzehnjährige Lea träumt davon, Sängerin zu werden. Als sie schließlich in eine Casting-Agentur aufgenommen wird, weckt das den Neid einiger MitschülerInnen. Erste Sticheleien und Ausgrenzungen beginnen, und schließlich weiten sich Mobbing-Attacken auch auf diverse Netzwerk-Portale aus: unter anderem Facebook und Schüler-VZ. Anonyme Drohungen und Beleidigungen via Telefon und Handy folgen. Was als „kleine Rache“ begann, nimmt nun Ausmaße an, die keiner der „Rächer“ vorausgesehen hat. Lea zieht sich zurück, geht kaum noch in die Schule und als sie schließlich erfährt, dass Andi, mit dem sie eine Liebesaffäre hatte, zu der Gruppe der Mobber gehört und ihr Vater sie bedränkt, Anzeige zu erstatten, will Lea sich das Leben nehmen. Sie wird noch rechtzeitig gefunden und kann gerettet werden. In der Folge ermittelt nun auch die Polizei.
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In der Art eines rückblickenden Stationendramas wurde man in kurzen und prägnanten Dialog- und Erzählszenen in Leas Welt eingeführt: eine Welt, die einerseits geprägt ist durch die Suche nach Erfolg, Liebe und Anerkennung, andererseits aber durch Missgunst, Illusionen und virtuell geschaffene Realitäten.

Aufgrund der realistischen Umsetzung sprach das Stück die Schüler/innen sehr an. Sie zeigten sich beeindruckt vom Schicksal Leas und den Auswirkungen, die Cybermobbing haben kann.