Besinnliche Momente im Zeltlager

Jugend Gemeinschaft Christlichen Lebens vom Johannesgymnasium verbrachte spannende Tage

„Isolation“ lautete das Motto des 39. Zeltlagers der Jugendgruppe Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL) in Dahlheim. Etwa 125 Kinder und Jugendliche der Jugendgruppe des Lahnsteiner Johannesgymnasiums erlebten zehn abenteuerliche Tage. Für einige war es das erste Zeltlager. Dementsprechend aufgeregt waren sie. Doch mit dem Bewältigen des Aufgabenparcours kurz nach der Ankunft legte sich die Nervosität auch schon.

Fast jeder kam an seine Grenzen

Nun startete die tolle Zeit der gemeinsamen Spiele, Aktionen und Projekte, die wie immer von den Gruppenleitern gut vorbereitet waren. Besonders die Schnitzeljagd war eine große sportliche Herausforderung. Aber auch besinnliche Momente kamen nicht zu kurz – bei den täglichen Impulsen, den verschiedenen Stationen der Liturgischen Nacht am Mittwoch oder aber bei den Gottesdiensten. Während dieser Zeit kam fast jeder einmal an seine Grenzen – sei es durch die körperliche Anstrengung oder auch durch Momente, die hier und da Heimweh aufkommen ließen. Diese Grenzen überwinden zu können, machte alle Teilnehmer des Zeltlagers stolz. Jeder Einzelne nutzte für sich die Chance, seine Stärken herauszufinden. Es zeigte sich, dass es sich lohnt, den eigenen „inneren Schweinehund“ zu überwinden und etwas mit der Gemeinschaft auf die Beine zu stellen.

Auch gute Taten kamen nicht zu kurz. Zu Fuß machten sich einige Teilnehmer des Zeltlagers nach dem Schwimmbadtag auf den Weg, um in Dahlheim und Lykershausen für Leprakranke zu sammeln. Allein in Dahlheim konnten sie sich schließlich über mehr als 650 Euro Spendengelder freuen.

Ein ganz besonderer Höhepunkt war in diesem Jahr der Besuch von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst auf dem Zeltplatz. Er brachte den Teilnehmern des Zeltlagers den bischöflichen Segen, informierte sich interessiert über das Lagerleben und war begeistert von der in einer so großen Zahl gelebten Gemeinschaft, die es in der Form nur noch am „Johnny“ gebe. Bevor er wieder nach Limburg fuhr, ließ er es sich nicht nehmen, sich mit der Gruppe fotografieren zu lassen und ein gemeinsames Lied zu singen. Nach den zahlreichen Erlebnissen und Erfahrungen näherte sich das Zeltlager dann langsam, aber sicher seinem Ende.


Letzter Gottesdienst mit den Eltern

Der Tradition folgend, feierte man am Abholtag zusammen mit den Eltern und Geschwistern oder Großeltern den letzten Gottesdienst. So konnte noch einmal jeder für sich – sofern es die Müdigkeit, die sich während des Lageralltages hier und da doch eingeschlichen hatte, zuließ – den besinnlichen Worten von Pater Ernst Karbach und Lehrer Benno Lukitsch folgen und die gemeinsam verbrachte Zeit Revue passieren lassen. Bei schönstem Sommerwetter wurde noch lange zusammengesessen und auch auf diese Weise der Geist der J-GCL gemeinsam mit den Familien gelebt.

aus: Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Mittwoch, 2. Oktober 2013, Seite 29