Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 bietet das Johannes-Gymnasium eine „Imker-AG" an, in der die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, an einem schuleigenen Bienenvolk, dessen Stock in unserem großen Schulgarten angesiedelt ist, erste Erfahrungen im Bereich der Imkerei zu machen und sehr viel über die ökologische Bedeutung der Bienen zu erfahren. An diesem Pilotprojekt des Landes Rheinland-Pfalz nehmen zur Zeit 13 Schulen teil. Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter http://www.groenert.bildung-rp.de/Bien.htm.


Bienen sind nicht nur aus biologischer Sicht (Körperbau, Entwicklung, Arbeitsteilung, Kommunikation etc.) faszinierende Lebewesen, bei denen es viel zu entdecken gibt. Nach Rind und Schwein sind sie auch unsere wichtigsten Nutztiere. Rund 85% der landwirtschaftlichen Erträge hängen von der Bienenbestäubung ab. In den letzten Jahren machen aber die Monokulturen und Pestizide (Neonicotinoide etc.) der „Agrarindustrien", Viren, Bakterien, Einzeller, Varroa-Milben, Elektrosmog und andere

Krankheiten unseren Bienenvölkern, die seit Millionen Jahren die Erde bevölkern, so zu schaffen, dass sie jährlich massenweise zu Grunde gehen. Mit Kopf, Herz und Hand, Digitalkamera oder Handy sollen die Lernenden die Bienen, deren Haltung und Bedeutung für unser Ökosystem durch eigene Beobachtung entdecken, neue Einstellungen gewinnen und diese vertreten können. Die Leitung der Imker-AG übernimmt Pater Ernst Karbach, Herr Hans-Jörg Groenert (Projektleiter Aktion Bien) zusammen mit dem Schüler Tilmann Rauh (MSS 11), der selbst Imker ist.



Bericht der RLZ-Zeitung über die Imker-AG mit Video:

Schule ist ein Bienen-Kompetenzzentrum

Natur Lehrer des landesweiten Förderprojekts „Aktion Bien“ treffen sich am Lahnsteiner Johannes-Gymnasium zur Jahrestagung

Lehrer der „Aktion Bien“-Projektschulen aus dem ganzen Land finden seit Kurzem am Lahnsteiner Johannes-Gymnasium („Johnny“) eine zentrale Anlaufstation. Denn dort im Rhein-Lahn-Kreis wurde ein Kompetenzzentrum zur Fort- und Weiterbildung eingerichtet. Dort können Lehrer nicht nur dienstags beim Unterricht der Bienenarbeitsgemeinschaften der Schillergrundschule und des Johannes-Gymnasiums hospitieren, sondern dort findet am Dienstag, 31. Mai, auch die diesjährige Jahrestagung von „Aktion Bien“ statt, erklärt Hansjörg Groenert, selbstständiger Dozent für Biologiedidaktik und Projektleiter. Etwa 50 Teilnehmer haben sich dazu bereits angemeldet.

Vor rund eineinhalb Jahren ist die Bienen-AG an der Lahnsteiner Schule ins Leben gerufen worden. In dieser Zeit hat sich auf dem weitläufigen Gelände hinter der Mensa einiges getan. Mehrere Bienenkästen bieten inzwischen Tausenden Insekten ein Zuhause. In einem Geräteschuppen ist die Ausrüstung untergebracht: Smoker, Schutzanzüge, Hauben, Stifte zum Markieren. Schüler und Betreuer finden optimale Voraussetzungen, um, so lautet ein Ziel des Projekts, ein Bewusstsein für die Zusammenhänge der Natur zu entwickeln. Deshalb sollen nun auch andere Bienen-AGs davon profitieren.

Neben dem Klostergarten nennt Groenert einen weiteren Grund, warum gerade das Johannes-Gymnasium als Standort für das Kompetenzzentrum ausgewählt wurde: die gute Ausstattung der Schule in Fach- und Sonderräumen. Das ermöglicht ein ganzheitliches Konzept. Klar, dass die Teilnehmer der Bienen-AG viel draußen unterwegs sind. Sie begutachten Kisten oder überprüfen die Wachsproduktion.

Doch die Arbeit geht weit darüber hinaus: Es wird frischer Honig abgefüllt, Pollen werden gewonnen und den Trachtpflanzen zugeordnet. Außerdem stellen die Kinder ihre eigenen Wachsmalstifte her und bauen selbst Wabenrähmchen. „Wir arbeiten mit Kopf, Herz und Hand“, sagt Groenert.

Insgesamt neun Schüler sind bei den wöchentlichen Treffen der Arbeitsgemeinschaft dabei. Auch die beiden Fünftklässlerinnen Maria und Isabel machen mit und haben großes Interesse. „Es macht Spaß, weil man sehr viel mit der Natur zu tun hat“, sagen sie.

Mit einer Aufgabe der ganz anderen Art ist hingegen der elfjährige Jonas derzeit beschäftigt. Er übt nämlich an einem Vortrag, den er bei der Jahrestagung von „Aktion Bien“ halten soll. Aufregend. „Beute meint einen Kasten mit Bienen“, erklärt er beispielsweise. Sind mehrere übereinandergestapelt, spricht der Fachmann von einem Magazin. Jonas kennt sich also aus und ist gut vorbereitet. Kein Wunder, denn bei der Bienen-AG erfahren die Schüler viel Interessantes über die Natur – und auch Spannendes. Bei dem Termin vergangene Woche etwa wurde ein zuvor eingefangener Honigbienenschwarm in eine Bienenkiste eingesetzt. Tausende Tierchen krabbelten – wie in einer Prozession – über ein ausgebreitetes Laken in ihr neues Domizil. Ein echter Höhepunkt für die Nachwuchsimker.

(RZ Kreis Neuwied vom Mittwoch, 18. Mai 2016, Seite 3)


Impessionen vom "Aktion Bien Tag":

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