„Benutzt ein Erwachsener oder Jugendlicher ein Kind, einen ihm anvertrauten Jugendlichen oder Erwachsenen Schutzbefohlenen, welches/welcher aufgrund seiner emotionalen oder kognitiven Entwicklung bzw. seiner Beziehung zum Handelnden nicht in der Lage ist, der Handlung frei zuzustimmen, um eigene Machtbedürfnisse oder sexuelle Bedürfnisse auszuleben und zu befriedigen, so handelt es sich je nach Ausprägung um sexuelle Ausbeutung, sexualisierte Gewalt oder sexuellen Missbrauch. Die Grenzen zwischen sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch sind fließend. Es ist u.a. zu unterscheiden zwischen psychischer und physischer Gewalt, der Erzeugung einer sexualisierten Atmosphäre, Grenzverletzungen, sexuellem Kontakt, Misshandlung und sexualisierter Gewalt bis zum sexuellen Missbrauch.“

Die Prävention von sexualisierter Gewalt ist wichtiger Bestandteil der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Botschaft von Jesus Christus fordert insbesondere die katholische Kirche dazu auf, ihr anvertraute Kinder und Jugendliche sowie erwachsene Schutzbefohlene einen sicheren Lern- und Lebensraum zu bieten, in dem achtsam und wertschätzend miteinander umgegangen wird. Entsprechend der Präventionsordnung des Bistums Limburg vom 01.05.2011 gelten im Johannes-Gymnasium Lahnstein Regelungen, die in einem "Schutzkonzept zur Prävention vor sexualisierter Gewalt am Johannes-Gymnasium Lahnstein" niedergelegt sind.