Seit dem Schuljahr 2011/12 veranstaltet das Johannes-Gymnasium in Kooperation mit der Förderschule Christiane Herzog-Schule Neuwied integrative Kunsttage, bei denen Schüler/innen der beiden Schulen gemeinsam künstlerisch tätig sind.


Auch im Schuljahr 2015/2016 trafen sich Schülerinnen und Schüler der Christiane-Herzog-Schule und des Johannes-Gymnasiums zu einem gemeinsamen Kunstprojekt (Foto).





Bericht zur Ausstellungseröffnung 2014

Wer dieser Tage die Geschäftsräume der Volksbank Rhein-Lahn am Salhofplatz betritt, dem fallen die Staffeleien mit Bildern in kräftigen Farben ins Auge: Blumen, Vögel, abstrakte Figuren und geometrische Formen finden sich auf den Leinwänden und laden zum genauen Hinsehen ein. Kunst in der Bank? “Offen sein für Kunst ist unsere Grundeinstellung und wir freuen uns, dass wir diesmal die Werke aus dem Kunstprojekt der Christiane-Herzog-Schule Neuwied und des Johannes-Gymnaisums hier ausstellen können”, erläuterte Voba-Direktor Günther Groß bei der Ausstellungseröffnung.
Es ist nicht die erste „Kooperation“ zwischen Bank und Schule, diese Ausstellung jedoch ist auch deshalb etwas Besonderes, weil die Werke Ergebnis eines integrativen Kunstprojektes sind: Junge Menschen mit und ohne Behinderung haben gemeinsam zum Thema „Schablonentechnik“ in Anlehnung an die Arbeiten von Henri Matisse gearbeitet. „Dieses Kunstprojekt zwischen unseren Schulen ist inzwischen zur Tradition geworden“, freute sich auch Rosemarie Schmidt  Schulleiterin der Christiane-Herzog-Schule (Neuwied), die mit zwei jungen Künstlern zur Ausstellungseröffnung gekommen war.
Für Rudolf Loch (Schulleiter Johannes-Gymnasium) bieten solche integrativen Projekte eine gute Möglichkeit sich kennenzulernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Die gegenwärtige Inklusions-Diskussion sieht er skeptisch: „Es wäre schon viel erreicht, würde man Förderschulen in Schulzentren integrieren. Da ist Begegnung und Miteinander auf dem Schulhof möglich, da gibt es kurze Wege und Projekte wie dieses lassen sich gut verwirklichen.“ Loch kann sich mit der Christiane-Herzog-Schule (CHS), an der immer auch Johnny-Schüler ihr Sozialpraktikum absolvieren, weitere Projekte im Bereich Musik oder auch Theater gut vorstellen.

„Alle Werke sind gemeinsam entstanden. Wir mussten dabei sehr genau arbeiten und besonders auf die Farben achten“, erläuterte Zeno Berger (MSS 11) vom Johannes-Gymnasium. Und Christian von der CHS fügt hinzu: „Es hat allen viel Spaß gemacht und wir wurden gut unterstützt.“ Eine Unterstützung anderer Art hatte der Bank-Direktor dann noch im Gepäck: Groß überreichte Rudolf Loch einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Abgerundet wurde der kleine Festakt mit Musik – Jugend musiziert-Preisträger Tilman Rauh musizierte auf der Flöte Werke von Telemann und van Eyck – und einem kleinen Imbiss.
Ein Besuch der lohnenswerten Ausstellung ist bis zum 25. Mai während der Öffnungszeiten der Geschäftstelle möglich (mrk)