„Ihr habt etwas geschafft, was nur wenigen ausgesuchten Künstlern vergönnt ist: Eure Werke hängen in einem Museum“, freute sich Museumspädagoge Marco Sommer vom KunstKontakt-Team des Museum Ludwig. Im Treppenaufgang des Museums hängen seit dem vergangenen Wochenende Arbeiten von Schü-ler*innen der jetzt 10. Klassen des Johannes-Gymnasiums - quasi Wand an Wand mit Werken von Picasso und weiteren berühmten Künstlern. Die Arbeiten entstan-den im vergangenen Schuljahr im Kunstunterricht von Barbara Daufenbach und sind eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich auf Grundlage einer Ausstel-lung des Museums „Face it“.

„Wie ein Spiegel reflektiert das Gesicht die eigenen Lebensweisen oder dient als Maske für gesellschaftliche Konventionen“, zitierte Marco Sommer aus der Be-schreibung zu der Ausstellung. „Die Natur gibt uns das Gesicht, das wir mit zwanzig haben, das Leben formt das Gesicht, das wir mit dreißig haben. Aber mit fünfzig hast Du das Gesicht, das Du verdienst.“ Die Worte von Coco Chanel gab Sommer den Gästen der kleinen Vernissage mit auf den Weg bei der Betrachtung der aus-gestellten Arbeiten, die nur eine Auswahl aller entstandenen Werke darstellen.

Es ist spannend und lohnenswert, sich mit den Werken der jungen Künstler*innen auseinanderzusetzen. Bei einigen Arbeiten sind die Vorbilder - Picasso oder Lich-tenstein - deutlich zu erkennen, andere Arbeiten fallen durch ihren sehr eigenen Strich auf. In jedem Werk steckt viel Persönliches, manches Werk gibt Rätsel auf, macht nachdenklich, erstaunt. Die Werke sind nicht namentlich gekennzeichnet, auch das ist reizvoll: Ist der Maler, Zeichner männlich oder weiblich? Bei der Ver-nissage waren einige der Künstler*innen anwesend, konnten er- und aufklären und ließen so manchen Besucher staunend zurück.
Für Kunstlehrerin Barbara Daufenbach gibt es durch die Zusammenarbeit mit dem Museum nur Gewinner: Die Jugendlichen lernen die Kunstszene und Kunstwerke kennen und erfahren Wertschätzung ihrer eigenen Kreativität und künstlerischen Arbeiten auch außerhalb des Schulalltags.

Die Ausstellung ist noch einige Wochen im Treppenhaus des Museum Ludwig zu sehen.

Zu sehen sind Arbeiten von André Schangin, Samira Graudenz, Xenia Honin, Amelie zu Putlitz, Amelie Schmitt, Moritz Clos, Simon Potthast, Carlotta Schäper, Lara  Höwer, Simon Molitor, Sophie Zuev, Leonie Alt, Roman Beer, Paul Fink, Marie Wirtz