Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

wie vom Land Rheinland-Pfalz beschlossen, wird auch das Johannes-Gymnasium ab dem 25. Mai die Klassen 5 und 6 in geteilten Klassengruppen, die wöchentlich wechseln, wieder im Präsenzunterricht unterrichten. Die Klassenlehrer/innen werden ihnen die Gruppeneinteilung in Kürze mitteilen.

Grundsätzlich wird nur Vormittagsunterricht stattfinden. Einige Lehrkräfte werden weiterhin nur Online-Unterricht anbieten können, da sie selbst zur Risikogruppe gehören oder mit einer Person aus der Risikogruppe in einem Haushalt leben. Daher wird sehr viel Vertretungsunterricht anfallen, den wir auch nur bedingt mit den zur Verfügung stehenden Lehrkräften geregelt bekommen werden.

Da ein Mensabetrieb zurzeit nicht erlaubt ist, wird die reguläre Ganztagsbetreuung zunächst nicht wiederaufgenommen. Die Schule bietet aber den Eltern der 5. und 6. Klassen, die auf eine Ganztagsbetreuung für ihr Kind angewiesen sind, eine Nachmittagsbetreuung an. Diese Eltern können ihre Kinder über die Klassenleiter/innen für diese Betreuung anmelden.

Die Schüler/innen müssen sich strikt an den Hygieneplan des Johannes-Gymnasiums halten. Dazu gehört, dass die Schüler/innen im Treppenhaus und in den Fluren einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen und die Wegeführung im Gebäude beachten müssen. Das Land stellt allen Schüler/innen eine wiederverwendbare Maske zur Verfügung, die am ersten Schultag an die Schüler/innen verteilt werden soll. Achten sie bitte darauf, dass ihr Kind mit einer MNS-Maske morgens das Haus verlässt, damit es im öffentlichen Nahverkehr sowie im Schulgebäude auch diese Maske benutzt. Die Erfahrungen der ersten beiden Wochen mit Präsenzunterricht unter den Rahmenbedingungen des Hygieneplans zeigen, dass es den Schüler/innen schwerfällt, das Mindestabstandsgebot von 1,5 Metern in den Pausen einzuhalten. Verdeutlichen sie bitte ihren Kindern nochmal die Wichtigkeit dieser Vorgabe. Wer mehrfach gegen diese Vorgabe verstößt, muss mit Ordnungsmaßnahmen seitens der Schule rechnen.

Schüler/innen, die an einer risikoerhöhenden Vorerkrankung leiden oder mit einer Person im Haushalt leben, auf die dies zutrifft, müssen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Bitte teilen Sie dies den Klassenlehrern/innen zeitnah mit.

Diese Schüler/innen und die Schüler/innen, die im wöchentlichen Wechsel nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, bearbeiten weiterhin Arbeitsaufträge zu Hause. Bedenken sie dabei, dass die Lehrkräfte aufgrund ihres Präsenzunterrichts nur noch im geringen Maße für den Online-Unterricht zur Verfügung stehen, da die W-Lan-Kapazitäten in der Schule natürlich begrenzt sind.

Für die Benotung und die Zeugnisse gelten die Regeln, die im letzten Elternbrief vom 24. April erläutert wurden (siehe unten).

Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass die Schülerinnen und Schüler bei der schrittweisen Schulöffnung im Präsenzunterricht die Gelegenheit haben, ohne Leistungsdruck das zu Hause Gelernte zu zeigen, aber auch Fragen zu stellen und Inhalte nochmals zu vertiefen. Deshalb sollten Leistungsnachweise erst nach einer angemessenen Zeit des Präsenzunterrichts erfolgen.

Bei aller Sorge um den schwierigen Schulalltag freuen wir uns dennoch, ihre Kinder wieder in der Schule zu sehen und hoffen, dass es uns allen gelingt, die Situation so gut wie möglich zu gestalten.

Erwarten sie nicht zu viel vom (geteilten) Präsenzunterricht, wie auch vom Online-Unterricht. Alles, was wir aktuell machen, ist bruchstückhaft. Verbreiten sie eine Portion Gelassenheit in ihre Familie im Blick auf den überschaubaren Lernfortschritt in der Coronazeit. Niemand muss an unserer Schule die Sorge haben, dass hier Defizite in der Bildungsbiographie entstehen, die wir nicht mehr „reparieren“ können.

Mit den besten Grüßen aus dem Johnny, ihr

Rudolf Loch, 14.05.2020