Großzügige Geste der Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2019: Anlässlich ihres Abitur-Balls in der Lahnsteiner Stadthalle überreichten sie Frau Wittenbruch-Overings einen Scheck über 2000 Euro mit der Bitte, diesen an den Verein MediNetz-Koblenz weiterzureichen. Bereits die Kollekte im Rahmen des Abiturgottesdiensts hatte der Unterstützung des Vereins gegolten.

MediNetz-Koblenz ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Situation von hilfsbedürftigen Menschen ohne Krankenversicherung zu verbessern.

Viele Menschen glauben, in Deutschland hätte jeder Zugang zum Gesundheitswesen. Doch dies ist nicht der Fall: Für Hunderttausende von Migrant/innen und Flüchtlingen und selbst für viele EU-Staatsbürger gibt es oft keine Möglichkeit, medizinische Hilfe im Krankheitsfall, bei Schwangerschaften oder nach Unfällen zu erhalten. Medinetz vermittelt in den Sprechstunden medizinische Hilfe für diesen Personenkreis, auch für Menschen ohne Aufenthaltsstatus.

In einem Gespräch wird festgestellt, durch welche FachärztInnen eine Behandlung am besten begonnen werden sollte. Anschließend erfolgt die Vermittlung an die Ärztinnen und Ärzte, die sich bereit erklärt haben, diese Menschen anonym und kostenlos zu behandeln. (In einigen Fällen kann auch begleitend schließlich eine Aufnahme in die gesetzliche Krankenversicherung erwirkt werden.)

Alle Mitarbeitenden – sowohl die Vermittelnden als auch die Behandelnden – arbeiten in der Regel ehrenamtlich. Das sind z.B. niedergelassene Ärzte/innen aller Fachbereiche, Krankengymnast/inn/en, Heilpraktiker/innen, Psychotherapeut/inn/en, Krankenschwestern/-pfleger oder Dolmetscher/innen. Anfallende Kosten, zumeist für Materialien, Medikamente oder aufwendige Operationen, die sich nicht ambulant realisieren lassen, müssen aber durch Spenden finanziert werden, wobei die Patienten, wenn sie es können, auch (in geringem Umfang) an den Kosten beteiligt werden.

Hier ist immer wieder unsere Solidarität gefragt, denn die Kosten für notwendige Operationen gehen, wie wir alle wissen, schnell einmal in die Tausende.