So, wir müssen ehrlich bleiben: Tag 3 beginnt eigentlich am späten Abend von Tag 2... . Die Wetterfrösche sollten recht behalten - nahezu wolkenloser Abend-/Nachthimmel über Kiruna. Also scheuche ich die Truppe um 22:00 Uhr zusammen. Fix sind wir startklar. Müde Beine vom Nationalparkhike müssen jetzt durch die harte Probe, denn der Weg auf den höchsten Berg nahe Kiruna wird alles andere als ein Pappenstil. Knapp 5 Kilometer Fußmarsch und etwa 250 Höhenmeter gilt es zu überwinden. Julia und Nils geben mithilfe des Stadtplans die Guides. "Der Weg wurde etwas verändert", meinte noch der nette Herr im Hotel. Kein Wunder, dass wir die erste Wegmarkierung des "Midnettssolstigen" erst mit einiger Sucherei finden. Aber dann! Strammen Schrittes hechten wir der Zeit hinterher, um allerspätestens bei Mitternacht oben zu sein. Die Wolken verdunkeln immer wieder die Sonnenstrahlen - ob sie sich noch verziehen? Um 23:30 Uhr schlagen Sebastian und David als erste oben an, recken die Armen in die Luft, der Mitternachtssonne entgegen. Eine einmalige Stimmung macht sich breit. Ausgelassen bestaunen alle das Ereignis. Punkt 0:00 Uhr öffnet sich dann tatsächlich das Wolkenfenster komplett. Jubel bricht aus, auch weil Jesseca ab 0:00 Uhr zu recht die Geburtstagskrone trägt. Happy Birthday Jesseca! Und plötzlich setzt sich eine zufriedene Stille durch - Sonnenbrillen werden gezückt und das Staunen übernimmt das Kommando. Tatsächlich fühle auch ich mich dazu hingerissen, das ein oder andere Selfievideo für meine Lieben daheim zu produzieren, bevor wir den (Oberschenkel sprengenden) steilen Rückweg antreten, der direkt über die Skipiste Kirunas führt. Bei unserer Rückankunft gegen 2:00 Uhr suchen alle schnell den Weg ins Bett. Sightseeing und Stadtbummel starten heute (!) definitiv erst nach dem Mittagessen, welches man uns feundlicherweise statt des Frühstücks serviert. Spät gehen am Vormittag die Türen auf unserem Flur. Der gestrige Tag und die lange Nacht waren anstrengend. Dennoch starten alle am Nachmittag eine letzte Tour durch Kiruna, dessen Erscheinungsbild von der weltgrößten unterirdischen Erzmine geprägt ist. Die 18.000 Einwohner-Stadt - das können wir heute sagen - ist keineswegs eine Augenweide. Sie ist dem Verfall freigegeben, denn bis 2020 soll das neue Stadtzentrum Kirunas, etwa 4 Kilometer weiter östlich des jetzigen Zentrums fertig sein. Einwohner und Geschäfte sollen dann nach und nach folgen, denn die Erzmine des staatlichen Unternehmens LKBA unterhöhlt schon jetzt große Teile der Stadt. Höchste Zeit sich aus dem Staub zu machen. Wir starten morgen zurück gen Stockholm. Mal sehen, welcher Koffer jetzt im Nirvana verschwindet... .  - Frederick Fisher -

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