Im Kontext des Schulentwicklungsprozesses, den die Schulen in Rheinland-Pfalz auf der Basis des Orientierungsrahmens Schulqualität seit 2003/2004 gestalten, legt das Bildungsministerium sehr großen Wert auf  die externe (AQS) und die interne Evaluation schulischer Qualitätsarbeit.

Die Schulträger der kirchlichen Schulen in freier Trägerschaft in Rheinland - Pfalz gehen aufgrund des spezifischen Profils ihrer Schulen einen eigenen Weg in der Schulentwicklung und Evaluation.

Der Schulträger des Johannes-Gymnasiums, die  St. Hildegard-Schulgesellschaft, hat sich 2010 mit seinen Schulleitungen darauf verständigt, einen eigenen Weg der datenbasierten Evaluation zu beschreiten. Dabei bildet der Orientierungsrahmen der deutschen Bischöfe (Qualitätskriterien für Katholische Schulen) vom 31.05.2009 eine normative Grundlage.

Das Johannes-Gymnasium unterstützt diesen Ansatz des Schulträgers. Zentrales Steuerungselemente des Qualitätsprozesses an unserer Schulen bilden

  • die schuleigenen Arbeitspläne der Fachschaften,
  • das Methodencurriculum für die Unter- und Mittelstufe,
  • die Entwicklung einer Feedback-Kultur im Fachunterricht als Instrument der internen Evaluation unterrichtlicher Arbeit und
  • die kollegiale Hospitation in den Fachschaften.

Im Februar 2010 wurde seitens des Schulträgers eine Arbeitsgruppe eingerichtet, deren Aufgabe in der konzeptionellen Erarbeitung von spezifischen Fragebögen lag, die sich insbesondere auf die Spezifika kirchlicher Schulen (s.o.) beziehen. Das Johannes-Gymnasium wurde in dieser Arbeitsgruppe durch den Schulleiter vertreten. In einem langwierigen Prozess sind dann 4 Fragebögen entstanden (jeweils für Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen), die allen schulischen Gremien vorgestellt wurden. Dabei wurde die Arbeitsgruppe durch das Meinungsforschungsinstitut IFAK unterstützt, das auch für die Auswertung der erhobenen Daten verantwortlich ist. Im Zeitraum vom 29.05.-31.05.2012 wurde die Befragung durchgeführt.

Dabei stand im Zentrum des Schülerfragebogens das Feedback zum Fachunterricht der einzelnen Lehrer/innen, d.h. jeder Schüler konnte seinen Lehrern ein individuelles Feedback zu den wichtigsten Kennzeichen guten Unterrichts (Strukturierheit, hoher Erklärungsgehalt, wertschätzender Umgang, hoher Unterrichtsertrag, Pünktlichkeit,...) geben. Mit diesem Schritt gingen die Schulen der St. Hildegard-Schulgesellschaft weit über den Rahmen der üblichen Evaluationsinstrumente hinaus! Es ist ein erster und wichtiger Schritt zur Öffnung von Unterricht und zur Entwicklung einer Feedback-Kultur im Fachunterricht.

Am 13.12.2012 konnte nun der Schulleiter die Ergebnisse der Evaluation dem Kollegium und dem Schulelternbeirat vorstellen. Alle Gremien teilen die sehr positive Einschätzung der Rückmeldungen seitens der Schüler- und Elternschaft. Eine Präsentation der Ergebnisse finden Sie hier.

Parallel hierzu erhielten die Lehrer/innen ihre Rückmeldungen zu ihrem Fachunterricht aus der Sicht der Schülerschaft.