Eigentlich sollte um 18 Uhr das Gate für Flug „ABI 2015" geöffnet werden – doch da waren an Bord noch diverse Proben und Sicherheitschecks für die „Weltreise" nötig. Schließlich sollte die Weltreise doch ohne Zwischen- und Ausfälle über die Bühne gehen. Aber pünktlich um 19 Uhr schlossen die Türen, der „Johnny-Airbus" rollte los und ab da hatte die Crew um Kapitän Steffen Schmelzeisen und seine bezaubernden Oberstewardessen Caroline und Sophia Bielesch alles im Griff. Sie nahmen die gespannten Fluggäste mit auf einen mehr als dreistündigen Flug rund um den Globus mit Zwischenstationen in Los Angeles, Moskau, Wien und anderen Metropolen. 

Hier zeigten die 13er, die ihren Kulturabend unter das Motto  „In 13 Jahren um die Welt" gestellt hatten, was alles in ihnen steckt. In Moskau gaben die „Backstreet-Girls" ein umjubeltes Konzert, in Wien waren die Zuschauer beim Zirkus Renz zu Gast – Geburtstagskind Jascha Kokisch ließ am Marimbaphon wahrhaft artistisch die Schlägel sausen. Gänsehaut pur und eine zauberhafte Stimmung machte sich bei „Flug"-gästen und Crew breit, als Andre Schumacher und Gabriel Klaedte mit Gitarre und Geige den „Stairway to heaven" intonierten. Der warme und strahlende Geigenton legte sich über den Raum und für einen Moment blieb die Zeit stehen. 

Für Kapitän Schmelzeisen, der nicht nur durch das Programm führte, sondern auch als Atze Schröder seine Erfahrungen in einem Gourmet-Tempel zum Besten gab, war das aber kein Problem. Er hatte Flugzeit und -höhe stets im Griff und immer ein Bonbon für die  Gäste im Ärmel, Langeweile hatte da keine Chance. Dazu trugen die Abiband und auch der gut 40stimmige Stufenchor bei, der mit „Africa", dem „Cup-Song" und William Pharells „Happy" rhythmisch und stimmlich glänzte, dem Publikum glaubhaft versicherte, dass die Schulzeit wohl eine „Geile Zeit" war, aber die ganze Stufe jetzt dazu aufforderte "Lass uns gehen". Das ging natürlich nicht, ohne noch - videotechnisch - einige Einblicke in Lehrerticks, Kursfahrten und andere Dinge zu geben, die die Schulzeit geprägt hatten.

Und dann war das Publikum gefordert, das sich reaktionsschnell und finanzstark zeigte: Mit der Versteigerung von im Unterricht entstandenen, sehr sehenswerten Gemälden konnten die Abiturienten so noch ihre Kasse aufbessern.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in London – Lea Göron überzeugte (nicht nur den Schulleiter) mit ihrer Interpretation von „Skyfall" – steuerte der Flieger wieder Lahnstein an. Vor der ultimativ letzten Landung entfachte aber das Männerballett ein wahres Feuerwerk an Bord und setzte sowohl im klassischen Ballettbereich (die Herren vom Bolschoi-Theater können da einpacken) als auch im sinnlich-artistisch-erotischen Modern Dance Maßstäbe. Rosa Tütüs über muskulösen Männerbeinen: Das riss nach mehr als drei Stunden Flugzeit auch den müdestens Fluggast aus dem Sitz.

Mit ihrem Stufenlied „Wir haben Abi" und der ein oder anderen Träne verabschiedeten  schließlich Kapitän und Crew ihre Gäste, die sich mit lang anhaltendem Applaus für diese kurzweilige Weltreise bedankten. (mrk) 

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