30 Abiturienten mit einer 1 vor dem Komma

„Heute Abi, Morgan Freeman – Das Beste kommt zum Schluss“ - ein nicht alltägliches und schon gar nicht „einfaches“ Motto hatte sich die diesjährige Abiturientia des Johannes-Gymnasiums da auf ihre Fahnen und die Abizeitung geschrieben. Der sehr bewegende Film („Das Beste kommt zum Schluss“ oder „The Bucket List“) über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft (Morgan Freeman und Jack Nickolson), die auf einer Krebsstation beginnt, war zu Beginn der Oberstufe bei den Tagen Religiöser Orientierung gezeigt worden. Damals waren die Schülerinnen und Schüler aufgefordert worden, ihre ganz persönliche Löffelliste zu schreiben. „Da habt ihr neben viel Geld verdienen oder einen Porsche fahren aber auch elementare Dinge wie „eine Familie gründen“, „Freundschaften pflegen“ oder „vertrauen können“ aufgeschrieben“, erinnerte Pfarrer Holger Sprenger in seiner Predigt im Gottesdienst in der St. Barbara-Kirche. Hier hatte vor neun Jahren für die meisten der 89 Abiturienten und ihre Eltern die Schulzeit am Johnny begonnen, hier begann auch der allerletzte Schultag, bevor bei der akademischen Feier in der Aula der Schule die Reifezeugnisse übergeben werden konnten.

„Ihr seid ein sehr leistungsstarker Jahrgang, und ihr habt gerade in den letzten Wochen auch mit eurem gelungenen Kulturabend gezeigt, was alles in euch steckt“, konstatierte Schulleiter Rudolf Loch angesichts des guten Drittels von Abiturienten mit einer 1 vor dem Komma. „Ihr seid jetzt frei, free men und women. Nutzt diese Freiheit“, mahnte er in einer eindrucksvollen Rede, in der er ausgehend von der Genese des Namens von Morgan Freeman (seine Vorfahren hatten sich wie viele andere südamerkanische Sklaven den Nachnamen „Freeman“ nach ihrer Befreiung gegeben) und des hohen Guts der Freiheit – gleich ob Mann oder Frau, gleich welcher Religion oder Hautfarbe – den Bogen zur vermeintlichen digitalen Freiheit schlug: „Bin ich wirklich frei, wenn ich immer erreichbar bin, und mich dem Diktat des Postens, Chattens, Likens unterwerfe?“. Freiheit bedeute immer auch Verantwortung zu übernehmen, das Einstehen für Gerechtigkeit und Menschlichkeit: „Ist der Mensch frei, wenn auch der private Bereich der Logik der Arbeitswelt unterworfen wird?“ Loch verwies auch darauf, dass Bildung ein Wert an sich sei und nicht lediglich nach dem wirtschaftlichen Nutzwert zu beurteilen sei. Und er gab den jungen Frauen und Männern mit auf den: „Vergesst die Liebe nicht. Sie unterliegt keinem Nutzen, sie macht frei und ist bedingungslos“. Er freute sich mit Eltern und Kollegium und den Abiturienten darauf, die neu gewonnene Freiheit auch beim Abiball in der Lahnsteiner Stadthalle zu feiern. Getreu einem Slam von Juliane Engelmann, das die Abiturienten im Gottesdienst vorgetragen hatten: „Lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon Gutes sähen, dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun, weil wir können – und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig,
und das soll ruhig jeder wissen.“

Das Abitur 2015 haben 89 Schülerinnen und Schüler bestanden. Die folgende Fotoserie entstand anlässlich der feierlichen Verabschiedung der Abiturientia in der Aula des Johannes-Gymnasiums am 20. März 2015. Bilder vom Kulturabend der Jahrgangsstufe finden Sie in der Fotogalerie unserer Hompepage.

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