Am Donnerstag, 6. April 2017, wurden die Gewinner des Landesentscheids "Jugend forscht" in Ludwigshafen ausgezeichnet. Sie dürfen vom 25. bis zum 28. Mai zum Bundesfinale von "Jugend forscht" nach Erlangen reisen.

"Wir brauchen Ihre Ideen, Ihre Kreativität, Ihre Visionen", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig,  "mehr denn je sind wir auf qualifizierten Nachwuchs, vor allem in den MINT-Fächern, angewiesen." Ausrichterin der Endrunde auf Landesebene war die BASF.

Einen sehr guten dritten Platz im Landesentscheid belegte Ferdinand Krämer (Jahrgangsstufe 12), nachdem ihm schon beim Regionalentscheid in Remagen eine herausragende Präsentation gelungen und er dafür mit einem ersten Rang ausgezeichnet worden war.

In seinem Projekt geht es um die Digitalisierung einer alten, analogen Modelleisenbahnanlage, die nun über eine grafische Bedieneroberfläche auf einem Tablet-PC  bzw. Computer gesteuert werden kann, so dass die Züge vollautomatisch kollisionsfrei fahren können. Wo sonst ein spezieller Digitaldecoder oder gar ein neuer Motor benötigt werden, braucht diese Lösung nur einen kleinen Magneten, der als Erkennungsmerkmal für die Züge gegenüber dem Programm fungiert. Da die Lokomotiven technisch unverändert bleiben, wird die gesamte Steuerungstechnik über die Schienen verwirklicht.

Das System ist mit geringen Anpassungen als digitale Steuerung für jede alte Modellbahnanlage in beliebigem Umfang anwendbar und somit als sinnvolle Alternative zu den handelsüblichen Modellen gedacht, die besonders für alte Anlagen meist gar nicht erst verfügbar sind.

Informatiklehrer Edgar Benz hatte die Betreuung der Jugend-forscht-Arbeit übernommen, die Ferdinand Krämer als Besondere Lernleistung auch in die Qualifikation für sein Abitur einbringen kann.

Im Landesentscheid waren die Sieger der Regionalentscheide in sieben Fachbereichen angetreten. Im Fach Arbeitswelt gewann der Koblenzer Abiturient Danilo Gavronov, in Biologie Elias Lenz (Traben-Trarbach), in Chemie Hien Le (Bad Kreuznach), in Bio- und Raumwissenschaften Finn Lauppert von Peharnik (Enkenbach-Alsenborn), in Mathematik/Informatik Boian Balouchev (Mainz), in Physik Nils Wagner (Ramstein-Miesenbach), in Technik waren Michael Behrens, Tillmann Keller und Marc Fastenrath (Mainz) erfolgreich. Die beste interdisziplinäre Arbeit lieferten Paul und Lukas Mattes (Trier/Schweich) ab.

Der Regionalwettbewerb 2017 in Remagen wurde am 15. Februar auf dem RheinAhrCampus der Fachhochschule Koblenz ausgerichtet. Dabei stellte das Johannes-Gymnasium mit 21 Projekten nicht nur die höchste Anmeldezahl und erhielt ein Geldgeschenk, sondern belegte auch drei dritte Plätze bei "Schüler experimentieren".

Eine Jury aus Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Schule beurteilte die Projektarbeiten. Die besten Arbeiten jedes Fachgebietes wurden in einer Abschlussveranstaltung prämiert.