Eltern-Schüler-Wochenende 7b am 20./21. Juni 2015 in Bad Neuenahr-Ahrweiler


Es war eines der Highlights des Wochenendausfluges von Eltern und Schülern der Klasse 7b: die Besichtigung eines der ehemals größten Staatsgeheimnisse der jungen Bundesrepublik, des Regierungsbunkers im Ahrtal. Aber auch die Fans der alten Römer kamen nicht zu kurz.

Etwa 12 Jahre nahm der Bau des Regierungsbunkers im Ahrtal in Anspruch, begonnen im Jahr 1959 und bei seiner Fertigstellung schon veraltet. 20.000 Arbeiter sollen an dem vier Milliarden (DM) Projekt mitgewirkt haben. Der Bunker war ehemals eines der größten Staatsgeheimnisse der jungen Bundesrepublik. Er sollte das Regieren des Landes nach einem Atomschlag sicherstellen. Dafür wurde ein Labyrinth für etwa 3000 Menschen geschaffen. Bundespräsident, Kanzler, Minister und die wichtigsten Ministerialen sollten einen Monat in dem atombombensicheren unterirdischen Verließ ausharren können.

Das und vieles mehr erfuhren die Eltern und Schüler der Klasse 7b des Johannesgymnasiums bei der Führung am ersten Tag ihres Wochenendausfluges nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auch der Klassenlehrer, Herr Norbert Kalt, nahm an der Besichtigung des noch erhaltenen Teils des Bunkers teil. Denn es existiert nur noch ein kleiner Teil der ehemaligen Anlage, die von einem Heimatverein museal betreut wird. Der Rest der fast 17 km langen Röhren wurde nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung „zurückgebaut“. Das war dem Wegfall der Bedrohungslage geschuldet. Außerdem war der Bunker schon bei seiner Fertigstellung im Hinblick auf die Weiterentwicklung von stärkerer Atom- und Wasserstoffbomben längst nicht mehr sicher.   

Ein abendlicher Rundgang im Schutz der Stadtmauern von Ahrweiler offenbarte eine liebenswerte Stadt mit sehr liebevoll restaurierten, idyllischen Fachwerkbauten und einem sehenswerten Marktplatz mit der Laurentiuskirche. Nicht nur die örtliche Umgebung, auch St. Petrus tat das seinige dazu, dass die Gemeinschaft den Abend in bester Laune in einem netten Biergarten im Freien verbringen konnte.

Nach der Rückkehr in die Jugendherberge, in der die Gruppe sehr gut untergebracht war, konnte der Tag in guter Stimmung und netter Unterhaltung in der dortigen Bar ausklingen.

Am Sonntag Morgen nach dem Frühstück kamen dann auch die Römer-Fans auf Ihre Kosten: Die Ausgrabung einer riesigen Villenanlage mit Bad und Herrenhaus gab einen Eindruck vom Leben und der Kultur vor ca. 2000 Jahren. Zahlreiche Alltagsgegenstände, Mosaiken, Gläser etc. führten durch die Jahrhunderte der Besiedlung bis ins Frühmittelalter.  Sogar eine Eisenschmelze wurde in dem heute überdachten Gebäudekomplex gefunden. Entdeckt wurde die Anlage 1980 zufällig bei Straßenbauarbeiten.

Die Besichtigung dieser Kulturstätte am Silberberg war der krönende Abschluss des Wochenendtreffens und hoffentlich für die Schüler der 7b auch eine nützlicher Vorgriff auf die Klassenarbeit am nächsten Montag über ausgewählte Aspekte der römischen Geschichte…

Zum Abschluss möchten wir es nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass Bad Neuenahr und hier vor allem auch die Jugendherberge ein ideales Ziel für eine solche Veranstaltung ist. Die Leitung der Jugendherberge war immer für uns ansprechbar und hat alle aufgetretenen Veränderungen und auch kurzfristige Änderungen unserer Buchung ohne Zusatzkosten hingenommen. Aber auch die Stadt lässt die unterschiedlichsten Aktionen an einem solchen Wochenende zu.

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Der damals hypermoderne Leitstand des Regierungsbunkers
Der damals hypermoderne Leitstand des Regierungsbunkers
Der damals hypermoderne Leitstand des Regierungsbunkers
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Kalt erwischt beim Bunkerbriefing
Kalt erwischt beim Bunkerbriefing
Kalt erwischt beim Bunkerbriefing
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Die Lümmel von der ersten Bank
Die Lümmel von der ersten Bank
Die Lümmel von der ersten Bank
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Architektonische Kleinodien in Ahrweiler
Architektonische Kleinodien in Ahrweiler
Architektonische Kleinodien in Ahrweiler
 
 
 
 
 
       
 
 

  • Der damals hypermoderne Leitstand des Regierungsbunkers

  • Kalt erwischt beim Bunkerbriefing

  • Die Lümmel von der ersten Bank

  • Architektonische Kleinodien in Ahrweiler
Den Bericht können Sie hier downloaden.