Unterschiede zwischen Grund- und Leistungskurs

Die wesentlichen Unterschiede im Anforderungsniveau zwischen Grund- (3-stündig) und Leistungskurs (5-stündig) bestehen in Umfang und Schwierigkeitsgrad der behandelten Texte und in den Hilfestellungen, die z.B. in Form von Vokabel­angaben im Grundkurs das Verständnis erheblich erleichtern; an die Ergebnisse einer Textanalyse oder an eine persönliche Stellungnahme werden im Leistungs­kurs natürlich höhere inhaltliche Anforderungen gestellt als im Grundkurs, das gleiche gilt für die sprachliche Qualität der Antworten.

Förderliche Voraussetzungen

  • Bis zum Ende der 10. Klasse habt ihr die Grundlagen der französischen Sprache im Wesentlichen erworben. Denjenigen, die mit Latein als erster Fremdsprache begonnen haben, fehlen in der Regel noch einige wenige Themen in der Gram­matik, die zu Beginn der MSS noch vervollständigt werden. Ansonsten entfällt der systematische Grammatikunterricht - Feinheiten werden gelegentlich ergänzt und auftretende Unsicherheiten bei Bedarf beseitigt. Euer Französisch braucht also nicht perfekt zu sein, sollte aber eine so solide Grundlage haben, dass es genügt, Regeln wieder in Erinnerung zu rufen, um Fehlerquellen zu beseitigen.
  • Das Grundvokabular aus den Lehrbüchern wird als bekannt vorausgesetzt, passend zum Unterricht wird dieser Wortschatz durch spezifisches Themenvokabular erweitert. Bei den Kursarbeiten und im Abitur dürfen das einsprachige und das zweisprachige Wörterbuch benutzt werden.
  • Da viel mit schriftlich fixierten Texten gearbeitet wird, solltet ihr Freude am Lesen mitbringen und natürlich Ausdauer, wenn es an die Lektüre von Ganzschriften geht.
  • Die Fähigkeit und die Bereitschaft, sich auf französisch am Unterricht zu beteili­gen sollten selbstverständlich sein; wozu auch das Halten von Referaten gehört.

Ziele

  • Auf sprachlicher Ebene erfolgt in allen Bereichen eine Vertiefung, sowohl rezeptiv (Leseverstehen, Hörverstehen) als auch produktiv (Sprechen, Schreiben).
  • Die Auseinandersetzung mit der französischen Kultur und Gesellschaft bringt uns nicht nur ein vertieftes Verständnis für unser Nachbarland, sondern bietet auch die Möglichkeit, im Vergleich dazu unsere eigene Situation zu reflektieren

Inhaltliche Gliederung

  • Die inhaltliche Gestaltung des Unterrichts ist sehr frei und deckt grundsätzlich die Gebiete Literatur (Texterschließung, Analyse und Interpretation) und Landes­kunde (Geographie, Geschichte, Politik, aktuelle gesellschaftliche Entwicklun­gen...) ab, ergänzt durch den stärker sprachpraktischen Bereich des Französi­schen in Alltag, Studium und Beruf. Die Schwerpunktsetzungen können sich dabei  nach den Wünschen des Kurses richten.
  • Als Grundlage dienen hier jeweils authentische Texte, die im Gegensatz zur Mittelstufe nicht sprachlich vereinfacht sind: literarische oder Sachtexte, Filme, Nachrichtensendungen, Internetseiten...

Leistungsbewertung

  • Im Grundkurs wird pro Halbjahr eine Kursarbeit geschrieben, die ein Drittel der Zeugnisnote ausmacht.  Im Leistungskurs sind es zwei (außer im Halbjahr 11/1, in dem es nur eine Kursarbeit gibt), die mit 50% in die Gesamtnote eingehen. In beiden Kursarten gilt bei der Bewertung der Kursarbeiten, dass jeweils 30% auf Sprachrichtigkeit und Ausdruck entfallen und 40% auf den Inhalt.
  • Die anderen Leistungen setzen sich sowohl im Grund- als auch im Leistungskurs zusammen aus der Beteiligung am Unterricht (sowohl in Einzel- als auch in Gruppenarbeit), Hausaufgaben, kleineren schriftlichen Überprüfungen, Präsentatio­nen, Referaten...


Zeitlicher Umfang

  • Leistungskurs: 5 Unterrichtsstunden pro Woche
  • Grundkurs: 3 Unterrichtsstunden pro Woche

Über den Unterricht hinaus besteht  die Möglichkeit, am Frankreichaustausch oder an einer DELF-Prüfung (Fremdsprachenzertifikat) teilzunehmen.

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