Das Alphabet und „Je m‘appelle …. „  steht auf der einen Seite des Whiteboards, auf der anderen Seite zeigen bunte Bilder den Eifelturm und andere Sehenswürdigkeiten unseres Nachbarlandes.

Noch ein wenig zaghaft rufen die Fünftklässler Buchstaben in den Raum, aber der Name der jungen Französin, die an diesem Morgen die Schönheiten der französischen Sprache und Kultur vermitteln will, ist ihnen fremd und schwer zu erraten. Mademoiselle Héloise hilft ein wenig nach und dann sind die Kinder dran. Da stellen sich Paul und Paula, Konstantin und Naike vor – das „je m´appelle“ kommt ihnen leicht über die Lippen. Schwieriger sind da schon die Zahlen um sein Alter nennen zu können, aber auch das klappt nach ein paar Versuchen in der fremden Sprache schließlich ganz gut. Und am Ende der Stunde sind sie stolz, dass sie einige Sätze in Französisch sprechen können.

Mademoiselle Héloise, gebürtige Straßburgerin, ist mit dem France Mobil an das Johannes-Gymnasium gekommen und hat jede Menge Spiele, Informationen und natürlich ihre Muttersprache im Gepäck. Sie ist eine von zwölf jungen französischen Lektoren, die im Auftrag der französischen Botschaft in Deutschland, des Deutsch-Französischen Jugendwerks und der Robert Bosch Stiftung seit 2002 in der ganzen Republik Schulen und Kindergärten besuchen (11 300 Schulen mit fast einer Million Schüler) und für die französische Sprache und Kultur werben. Sie werden dabei von Renault unterstützt und so steht an diesem Morgen auch ein bunt bedruckter Renault – das France Mobil – auf dem Schulhof und zieht die Blicke auf sich.

„Es war nicht leicht, einen Termin zu bekommen. Die Lektoren von FranceMobil sind gefragte Experten“, erzählt Französisch-Lehrerin Elisabeth Grimm. Sie freut sich auch deshalb, weil sie sieht, dass die Schülerinnen und Schüler der fünften und siebten Klassen, die in den Genuss dieser besonderen Französisch-Stunden kommen, mit Feuereifer bei der Sache sind. Sie hören genau zu, als es gilt, französische Worte aus Musikstücken herauszuhören und sie verstehen genau, was die junge Lektorin ihnen in der noch fremden Sprache sagen will. Es ist eine gute Werbung für Französisch“, ist sich Elisabeth Grimm sicher und sie hofft, dass dieser Besuch viele Schülerinnen und Schüler motiviert, die Sprache unseres Nachbarlandes zu lernen.