Grund-/Leistungskurs:

Das Fach „Katholische Religionslehre“ ist als Grundkurs für alle katholischen Schülerinnen und Schüler am Johannes-Gymnasium verpflichtend. Es werden zusätzlich regelmäßig Leistungskurse eingerichtet.

Förderliche Voraussetzungen

Zu den förderlichen Voraussetzungen der Teilnahme am katholischen Religionsunterricht gehören neben der Vertrautheit mit den zentralen Inhalten des christlichen Glaubens die Bereitschaft und Fähigkeit, sich mit anderen über religiöse Fragen und Überzeugungen zu verständigen, eigene Standpunkte begründet zu vertreten und weiterzuentwickeln, sich auf die Erschließung und Deutung von Texten und religiösen Zeugnissen in ihrer je eigenen Sprache einzulassen, ihr Verständnis und  entsprechendes Wissen darzustellen sowie die Bereitschaft, gemäß den eigenen Einsichten zu handeln. [1]

Ziele

Die katholischen Religionslehrerinnen und – lehrer am Johannes-Gymnasium orientieren sich an den Zielen, wie sie in Anlehnung an den Beschluss der „Würzburger Synode“ (1974) im Lehrplan für das Grund- und Leistungsfach in den Jahrgangsstufen 11 bis 13 der MSS festgehalten sind. [2] Danach

  • vermittelt der katholische Religionsunterricht Orientierungshilfe, indem er „die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für das Handeln des Menschen [weckt und reflektiert] und ermöglicht eine Antwort  aus der Offenbarung und aus dem Glauben der Kirche [ermöglicht]“ .
  • Er „macht vertraut mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zugrunde liegt, und hilft, den Glauben denkend zu verantworten“, das heißt er will die hermeneutische Kompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken.
  • Er trägt zu wachsender Entscheidungsfähigkeit und Toleranz bei, indem er „zur persönlichen Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien [befähigt] und Verständnis und Toleranz gegenüber der Entscheidung anderer [fördert]“.
  • Er „motiviert zu religiösem Leben und zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft.“ [3]

Inhaltliche Gliederung

Die Auswahl der Themen und Inhalte des Religionsunterrichts der MSS trägt den Fragen und den Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise Rechnung Bei ihrer Bearbeitung  finden jeweils vier Perspektiven Berücksichtigung [4]:

  • der biographisch-lebensweltliche Bezug des jeweiligen Themas
  • das christliche Verständnis (hier liegt der Hauptakzent)
  • die Perspektiven der Religionen der Welt und
  • die Perspektiven der Weltanschauungen und Wissenschaften, der Philosophie und Künste.
Folgende Halbjahresthemen sind – mit je unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen – für  den Religionsunterricht der Jahrgangsstufen 11 bis 13 verbindlich [5]:
  • 11/1: „Was ist der Mensch?“
  • 11/2: „Der Mensch auf der Suche nach Gott“
  • 12/1: „Jesus Christus und die Kirche“
  • 12/2: „Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins“
  • 13: „Der Mensch und seine Zukunft – Die Zukunft der Menschheit“

Für das Leistungsfach Katholische Religion gelten dieselbe Themenfolge und dieselben Strukturprinzipien wie für das Grundfach. Die höhere Wochenstundenzahl ermöglicht eine intensivere Bearbeitung einzelner Themen und damit auch eine breitere Entfaltung anthropologischer und theologischer Begründungszusammenhänge; Fach-, Sach- und Sozialkompetenzen können (auch im Sinne einer angestrebten Studierfähigkeit) anders gefördert werden. [6] Generell fördert und ermöglicht der katholische Religionsunterricht aufgrund der mit ihm verbundenen Zielsetzungen, Perspektiven und Inhalte fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen – diesem Anliegen fühlen sich die Religionslehrerinnen und –lehrer am Johannes-Gymnasium in besonderer Weise verpflichtet.

 Fachspezifische Anforderungen (Arbeitstechniken und –methoden) [7]

Die im katholischen Religionsunterricht zum Einsatz kommenden Methoden und Arbeitstechniken sind vielfältig. Neben Methoden, die – entsprechend der kommunikativen Grundstruktur des Religionsunterrichts - die Bereitschaft zu Diskussion und Dialog fördern, die zur Entwicklung von Selbstständigkeit und Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler beitragen, die meditative Momente ermöglichen und verantwortliches Handeln intendieren,  kommen auch Arbeitstechniken zum Einsatz, die zur sachgemäßen Erschließung von Texten und anderen Medien befähigen.

Leistungsbewertung

  • Im Grundkurs wird eine Kursarbeit pro Halbjahr geschrieben. Sie wird im Verhältnis von 1:2 zu den anderen Lernleistungen, die im Unterricht erbracht werden, gewichtet.
  • Im Leistungskurs werden (mit Ausnahme der 11/1) zwei Kursarbeiten pro Halbjahr geschrieben. Hier erfolgt die Gewichtung im Verhältnis von 1:1.

Wochenstundenzahl

Der katholische Religionsunterricht der Oberstufe umfasst im Grundfach zwei, im Leistungsfach fünf Wochenstunden.

 Weitere Informationen


Anmerkungen
  • [1] Vgl. hierzu näher: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.), Kirchliche Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 5-10/ Sekundarstufe I (Mittlerer Schulabschluss). Bonn 2004, S. 13ff.
  • [2] Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz, Lehrplan Katholische Religionslehre. Grund- und Leistungsfach Jahrgangsstufen 11 bis 13 der gymnasialen Oberstufe (Mainzer Studienstufe). Mainz 2000.
  • [3] A.a.O., S. 16f.
  • [4] Vgl. a.a.O., S. 26.
  • [5] Vgl. a.a.O., S. 31ff.
  • [6] Vgl. a.a.O., S. 87ff.
  • [7] Vgl. hierzu auch a.a.O., S. 24f.