Nach mehrmonatigem Umbau verfügt das Johannes-Gymnasium Lahnstein neben neuen Biologieräumen nun auch über renovierte Physikübungsräume. 100 000 Euro, finanziert aus Landesmitteln, Firmensponsoring und Elternspenden, wurden in die Sanierung und die moderne technische Ausstattung investiert. Zusätzlich hat der „Verein der Freunde und Förderer“ noch einmal 25 000 Euro für die Erneuerung der Physiksammlung gespendet.

„Wir können experimentieren und uns auf die Physik statt auf Mathematik konzentrieren“, freut sich Physiklehrer Norbert Fisseni, der mit Schülern seines Physikleistungskurses der Jahrgangsstufe zwölf an fünf Stationen anschaulich die Möglichkeiten des neuen Physikraumes vorführte. Die neu geweckte Experimentierfreude spricht vor allem die Schüler an: Sie kommen mit Dingen in Berührung, die sich unter anderem auf ihre zukünftige Berufswahl auswirken können.

Aus diesem Grund wurde auch ein Kooperationsvertrag zwischen dem Johannes-Gymnasium und der Firma Bomag Boppard, dem Weltmarktführer auf dem Sektor der Verdichtungstechnik, geschlossen. „Eine führende Position auf dem Weltmarkt geht nur mit guten Mitarbeitern und Partnern, und das Johannes-Gymnasium ist daher prädestiniert für eine solche Kooperation. Für uns ist der Austausch wichtig“, so Thomas Merfeld, Mitglied der Bomag-Geschäftsführung und selbst ehemaliger Schüler des Gymnasiums. Neben viel Lob brachte er zudem einen Scheck über mehr als 1000 Euro mit, der von Schulleiter Rudolf Loch gerne in Empfang genommen wurde.

Zudem gab Loch bekannt, dass das Johannes-Gymnasium als MINT-EC Schule (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Excellence-Schule) ausgezeichnet wurde. Somit ist sie nun eine von bundesweit 165 Excellence-Schulen. Die Auszeichnung wird seit 20 Jahren durch den Verein MINTec (Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen) durchgeführt und richtet sich an Einrichtungen, die sich in besonderer Weise um die Begabtenförderung und die Schulentwicklung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bemühen. „Die Aufnahme in das MINT-Netzwerk ist ein Ansporn, weiter tätig zu sein und unser Profil dahin gehend zu stärken. Wir sind auf einem guten Weg in die Zukunft“, so Loch. Die MINT-Fächer als zentraler Zukunftsbereich ermöglichten gerade auch an einer kirchlichen Schule neben Religion und Philosophie einen differenzierten Blick auf die Wirklichkeit.   (Rhein-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Montag, 15. Oktober 2012, Seite 11)

Kooperationen

Das Johannes-Gymnasium hat sich zur Aufgabe gemacht, den naturwissenschaftlichen Unterricht durch Kooperationen mit Firmen und Unternehmen zu unterstützen. Inhalt der Kooperationsverträge sind Vereinbarungen zu Betriebsbesichtigungen, Vermittlung von Betriebspraktika und fachliche Unterstützung der Ausstattung und Angebote der jeweiligen Fachbereiche. Der Fachbereich Physik hat zwei Kooperationsverträge abgeschlossen. Die Kooperationspartner sind: