Fünf Oberstufenschüler des Johannes-Gymnasiums werden in den Sommerferien zu Studenten der Universität Koblenz-Landau: Gemeinsam mit 15 Schülern des Koblenzer Max-von-Laue Gymnasiums absolvieren sie dort zwei Wochen lang ein Chemiepraktikum. Gestern unterzeichneten Vertreter von Universität und Schule einen Kooperationsvertrag.

Zum dritten Mal bietet die Abteilung Chemie im Institut für Angewandte Naturwissenschaften Schülern in Kooperation mit dem Max-von-Laue-Gymnasium die Möglichkeit, in den Ferien ein Praktikum zu absolvieren, wie es auch in einem Naturwissenschafts- oder Medizinstudium gang und gäbe ist. „Beim ersten Mal war's ein Probelauf, beim zweiten Mal lief's schon richtig gut, und jetzt nehmen wir das ,Johnny' dazu“, berichtet Dr. Michael Kunze von der Universität. Gemeinsam mit Professor Wolfgang Imhof war er vor einigen Jahren auf die Idee für dieses außergewöhnliche Projekt gekommen. „Für die Schüler ist das eine Riesenchance“, ergänzt Ruben Keuchel, Lehrer am Max-von-Laue-Gymnasium und Mitinitiator der Koblenzer Tage für Chemie.



Unterzeichneten den Kooperationsvertrag (von links): Ruben Keuchel (MvL-Gymnasium Koblenz), Rudolf Loch, Dr. Michael Kunze (Universität Koblenz), Prof. Wolfgang Imhof (Universität Koblenz) und Bianca Ludwig.


Erstmals sind nun also auch fünf „Johnny“-Schüler dabei – zur Freude von Schulleiter Rudolf Loch. „Damit können sie selbst sehen, wie in der Naturwissenschaft gearbeitet wird.“ Die Kooperation sei ein wichtiger Baustein im Angebot der Schule, die im vergangenen Jahr als eine MINT-EC Schule (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Excellence-Schule) ausgezeichnet worden war. Die Schüler machen an der Uni übrigens nicht nur Versuche, für sie werden sogar extra Vorlesungen gehalten.