1 Unsere Fachschaft Biologie

v.l.: Frau Schunk (Ref.), Frau Nießen, Frau Dr. Peitsch, Herr Rosenbaum, Herr Bida, Herr Dr. Schwickert, Herr Thieltges, Frau Hähn, Frau Becker, es fehlt: Herr Lukitsch

 

2 Unsere Sicht des Fachs Biologie

 Der Biologieunterricht thematisiert die Welt des Lebendigen. Als naturwissenschaftlicher Unterricht trägt er zum Welt- und Kulturverständnis bei und untersucht dabei alle Phänomene des Lebens unter dem spezifischen Fragehorizont der Naturwissenschaft.

  • Zur Erlangung einer umfassenden Allgemeinbildung trägt der Biologieunterricht wesentlich folgende Aspekte bei:
  • Einblick in die Begriffe, Gesetzmäßigkeiten und Arbeitsweisen der Biowissenschaften
  • Ermöglichung einer sachorientierten Beurteilung der Lebensprozesse
  • Erarbeitung von tragfähigen Modellen zur Orientierung in einer zunehmend durch Naturwissenschaften und Technik geprägten Welt,
  • Befähigung, sich die Mitwelt zu erschließen, Herausforderungen wahrzunehmen und in zunehmendem Maße Verantwortung für die Mitgestaltung der Umwelt übernehmen zu können,
  • Bereitschaft, biologische Probleme ethisch und philosophisch zu hinterfragen,
  • Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Folgen der neuen Technologien zu erwerben und so die Basis für eigenverantwortliches, demokratisches Handeln zu schaffen.

 Gerade an einer kirchlichen Schule sind die beiden letztgenannten Aspekte sehr bedeutsam, da die ethischen Implikationen naturwissenschaftlicher und insbesondere biologischer Probleme (z.B. Umweltproblem, Bioethik, Gentechnologie,…) im Horizont des christlichen Glaubens intensiv im Biologieunterricht diskutiert und wissenschaftlich analysiert werden sollten.

Hierzu gehört auch der Auftrag an den Biologieunterricht, die Schülerinnen und Schüler zu einer differenzierten Sichtweise im Diskurs über die Verhältnisbestimmung von Evolutionslehre und Schöpfungsglaube zu befähigen.

Dies impliziert insbesondere wissenschaftstheoretische Überlegungen, die im Fachunterricht der Oberstufe auch in Kooperation mit dem Religionsunterricht erarbeitet werden könnten: So schließen sich die beiden Denkformen der Evolutionslehre und des Schöpfungsglaubens nicht aus, sondern sie liegen auf unterschiedlichen Ebenen (phänomenologischer, ontologischer Ebene) und befassen sich daher mit unterschiedlichen Fragestellungen (Wie ist die Welt entstanden? – Warum gibt es überhaupt etwas und nicht etwa nichts?).

Der Biologieunterricht trägt somit zur Entwicklung eiens fundierten Selbst- und Weltverständnisses der Schülerinnen und Schüler bei durch die Verbindung von Kompetenzen, biowissenschaftlichem Basiswissen und christlicher Werthaltung

3 Unsere neuen Biologieräume - das System NAWIS

Es waren vor allem die Sicherheitsfragen, die den Biologie-Fachschaftsleiter Johannes Bida immer wieder beschäftigten und die letztendlich dazu führten, dass jetzt ein funkelnagelneuer Biologie-Übungs – und Vorbereitungsraum eingeweiht werden konnten. Diese Räume entsprechen nicht nur den Sicherheits- und Brandschutzstandards - Chemikalien und brennbare Substanzen aller Art sind jetzt in Stahlschränken untergebracht, in denen sich im Ernstfall jeder Brand selbst erstickt, es gibt ein effektives Abzugssystem –, und sind dabei praktisch und übersichtlich eingerichtet: Apothekerschränke gewährleisten eine optimale Übersicht, in den Glasvitrinen (Sicherheitsglas) sind die Objekte auch vor Staub geschützt.

Wenn auch der Sicherheitsaspekt ausschlaggebend für die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume (insgesamt werden vier Räume saniert mit einer Investition von gut einer halben Million Euro), so gibt es eine Reihe weitere Aspekte, die beim Gang durch die Räume ins Auge fallen. Ein neuer blauer Fußboden, die Wände in einem freundlichen, warmen Gelb, neue Schränke, in denen vor allem ein Klassensatz neuer Mikroskope ins Auge fallen: Dank der Investition des Fördervereins kann jetzt jeder Schüler eines Oberstufenkurses selbst mikroskopieren -  diese neuen Mikroskope fangen bei einer 40-fachen Vergrößerung an. Auch die sogenannten „Stereolupen“ - Mikroskope, mit denen eine zwei- bis vierfache Vergrößerung möglich ist – für die Unter- und Mittelstufe sind technisch auf dem neuesten Stand. „Diese Geräte sind alle mit Kaltlicht ausgerüstet, da sind keine Verbrennungen mehr möglich“, freut sich Johannes Bida.  Eine echte Verbesserung sind auch die zwei zusätzlichen Waschbecken, in denen die Schüler künftig selbst ihr Material reinigen können.



Das Prunkstück des Arbeitsraumes aber ist die technische Ausstattung: Alle Leitungen (Gas, Strom, Netzwerk) wurden unter die Decke gelegt - per Knopfdruck lassen sich sog. Medienlifte (System NAWIS der Firma Hohenloher) ausfahren, an die die Schüler dann Mikroskope, Laptop oder was gerade im Unterricht benötigt wird, anschließen können. „Es ist das beste System, das derzeit auf dem Markt zu bekommen ist“, freut sich auch Schulleiter Rudolf Loch. Auch das Mobiliar ist neu - die Tische sind jetzt nicht mehr fest installiert, Gruppenarbeit wird so unproblematisch möglich. 

Und noch ein Highlight kann Johannes Bida bei der Einweihung des Gästen – darunter Sponsoren, Vertreter des Bistums, des Ministeriums, des SEB, des Fördervereins und der ausführenden Firmen – vorführen: Das Lehrermikroskop ist mit dem Activboard verbunden – findet ein Schüler z.B. interessante Zellstrukturen, kann die  jetzt der ganze Kurs in exzellenter Qualität und ansprechender Vergrößerung in Augenschein nehmen.

„Die Investititon hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt“, betonte Rudolf Loch auch in Richtung der mehr als zwei Dutzend Sponsoren und freute sich über den 2500 Euro-Scheck der MKB-Bank, den Herr Maximilian Meggle mitgebracht hatte. Auch die Schüler des Johnny haben sich lauf- und tatkräftig an der Finanzierung ihrer Räume beteiligt: Ein Teil der Gelder des Spendenlaufes und der Erlös der vorweihnachtlichen Geschenke-Einpackaktion im Globus flossen in das Projekt.


v.l.: Herr Maximilian Meggle (MKB Bank), Herr Rudolf Loch, Herr Uwe Frings (VFF)

 



„Wir freuen uns über die Kooperation mit dem Johannes-Gymnasium. Hier werden die Grundlagen für hochqualifizierte Laborarbeit gelegt“, unterstrich auch Frau Iris Wittlich (Fa. Röchling Sustaplast, Lahnstein) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Von der Firmenbesichtigung über Einblicke in die Laborarbeit bis zu Praktikumsplätzen reicht die jetzt besiegelte Kooperation.


v.l.: Herr Rudolf Loch, Frau Iris Willrich (Röchling Sustaplast), Herr Johannes Bida


Eine besondere Auszeichnung hatte Herr Ulrich Deilmann (Referent Bildung für nachhaltige Entwicklung) im Gepäck: Im Auftrag der Ministerin überreichte er die Urkunde, die das Johannes-Gymnasium als „Modellschule im Netzwerk ökologischer Schulen“ ausweist. "Ein Raum berührt uns, fasst und stimmt uns, zieht uns in eine Resonanz, reflektiert dabei unsere eigenen Stimmungen und Emotionen. Wer wir geworden sind, hängt davon ab, in welchen Räumen wir gelebt haben. Deshalb sind Räume nicht zuletzt auch von pädagogischem Interesse." hatte der Schulleiter in seiner Ansprache ausgeführt – übertragbar ist dies auch auf Schule als ganzheitlicher Raum unter besonderem ökologischen und schöpfungsbewahrenden Aspekt.


v.l.: Herr Rudolf Loch, Herr Ulrich Deilmann (Fachberater Bildung für nachhaltige Entwicklung)






Abgerundet wurden die Einweihungsfeierlichkeiten durch die musikalischen Akzente von Johnny Junior Brass (Ltg. Antje Wedig) und einen kleinen feinen Imbiss. (mrk)