Das Konzert fand am 13.09.2013 in der Lahnsteiner Stadthalle statt, die nachfolgende Aftershow-Party ging im Romanticum (Kulturzentrum Koblenz) über die Bühne ...

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"Junge Konzertmanager" - ein eher ungewöhnliches Unterrichtsprojekt   -   Ein Resümee

„Ohne Bach kein Techno“ – unter diesem Motto trat der luxemburgische Pianist Francesco Tristano im vergangenen Septem-ber vor 500 Zuschauern in der Lahnsteiner Stadthalle auf und untermalte sein Klavierspiel hier mit techno-elektrischen Elementen. Diese ungewöhnliche Verbindung aus zwei völlig verschiedenen Musikstilen machte das Konzert zu etwas ganz Besonderem. Dabei nahm der Künstler Motive von bekannten Musikern der Klassik und brachte sie in einen Techno-Remix ein. Seinem einstündigen Programm fügte er zudem eigene Kompositionen hinzu, wie z.B. „Mambo“ oder „Eastern Market“.


Tristanos Ziel bestand darin,  Bewegung in seine Musik zu bringen - und zwar nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch wortwörtlich. So zögerte er nicht, einen Großteil seines Konzertes im Stehen zu verbringen und wechselte ständig zwischen Klavier und Mischpult. Dabei untermalte der Pianist seine „Beats“ auf ungewöhnliche Art und Weise: Er benutzte nicht nur die Tasten, sondern wagte sich auch in den Innenraum des Flügels und zupfte dessen Saiten oder nutzte den ausladenden Klang-raum des Instrumentes aus, um sein Spiel durch Trommeln und Schlagen zu umrahmen. Durch seine Vielseitigkeit weckte der Künstler nicht nur das Interesse der erwachsenen Zuhörer, sondern zog auch die Jugend in seinen Bann. Dementsprechend war die Lahnsteiner Stadthalle sehr gut besetzt und entließ Tristano am Ende des Konzertes mit großem Beifall – hatte die Akustik innerhalb der Halle doch einen guten Teil zu der großartigen musikalischen Darbietung beigetragen.

Doch war dies nur der erste Teil des Abendprogrammes gewesen: im direkten Anschluss ging es ins Electric Forum in Koblenz, wo Francesco unter Beweis stellte, dass er nicht nur den Pianisten dieser Welt Konkurrenz bot, sondern auch als DJ sein gan-zes Können zeigte. Zusammen mit den DJs Max Mayr und Alex Breitling ließen sowohl „waschechte“ Technofans als auch Laien, die an diesem Abend ihre Begeisterung für diese Musikrichtung fanden, den gelungenen Abend ausklingen. Daran, dass es sich um Freitag den 13. handelte, störte sich niemand. Francesco formte seine Techno-beats dabei mithilfe von Keyboard und PC und sorgte trotz geringer Gästezahl für gute Stimmung, zu der noch bis in die später Nacht hinein getanzt und gefeiert wurde. Zum krönenden Abschluss wurde Tristano vom Auftreten seines Vaters überrascht.

Organisiert wurde das Konzert sowie die Aftershowparty vom Musik-Grundkurs der MSS 13 unter der Leitung von Herrn Rymiorz-Siepe. Etwa ein halbes Jahr lang hatten wir 18 Schüler uns mit der Konzertplanung in all ihren Facetten auseinander-gesetzt und uns als „Junge Konzertmanager“ versucht.

Unterstützt wurden wir dabei von Martin Ramb, dem Initiator des Projektes, begleitet von Jan Höfer, Walter Nouvortne, Stephan Schnelle, Cornelia Steinfeld und Timo Kessler. Die Mädchen und Jungs des Kurses widmeten sich einem ganzen Sorti-ment an verschieden Aufgaben – angefangen bei der Sponsoren-Suche über die Programmplanung bis hin zur Öffentlichkeits-arbeit. Zwar mussten zahlreiche Unterrichtsstunden für die Planung des Abends herhalten, jedoch wurden wir letztlich mit persönlich gewidmeten Urkunden entschädigt, konnten durch die gesamte Planung viele Erfahrungen sammeln und wurden vor allem mit zahlreichen positiven Rückmeldungen belohnt.                                                        Für den Musik-Kurs: Lena Müller, Benjamin Stock