Die „Johnny Boys´n Girls” – mit diesem Namen verbinden viele Menschen in Lahnstein und weit darüber seit vielen Jahren gleich mehrere Dinge. Da wären – junge Musiker und (zumeist) Sängerinnen, die auf hohem Niveau und mit viel Begeisterung Rock- und Poptitel zu Gehör bringen, das Johannes-Gymnasium, Auftritte beim Juristen-Ball, Schängel-Markt, Lahneck-Live, bei Pfarrfesten, Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten. Und last, but not least den Namen Elmar Schmitz, seines Zeichens Musiklehrer am Johannes-Gymnasium und seit nun 30 Jahren der „Chef“ der Truppe.

Es ist der Mann am Bass, der seit 1983 bei der Truppe mit den stets wechselnden Besetzungen den Ton angibt, für Kontinuität und die passenden Arrangements sorgt. Der unermüdlich mit jeder neuen Generation junger Musiker übt und sich immer wieder neu auf das Abenteuer Band einlässt.

Es war zu Schuljahresbeginn im August 1983, als der damalige Rektor des Johannes-Gymnasiums seinen jungen Musiklehrer Elmar Schmitz bat, in die damalige „Band“ frischen Wind zu bringen. Es war die Geburtsstunde der Johnny Boys – damals war die Schule noch eine reine Jungenschule, die sich schnell hauptsächlich mit Tanz.- und Unterhaltungsmusik im Big-Band-Sound einen Namen machten. „Wir hatten damals je zwei Trompeten und Saxophone, dazu kamen Posaune, Schlagzeug, Gitarre, Keyboards und natürlich der Bass. Wenn wir mehr als zehn Musiker waren, stand ich am Pult“, erinnert sich Elmar Schmitz.

Festgelegt auf eine Stilrichtung war die Truppe nie, so gab es im Laufe der Zeit auch reine A-Capella-Stücke nach dem Vorbild der „Comedian Harmonists“, Titel von Glenn Miller standen genauso auf dem Programm wie lateinamerikanische Musik.

„Die Stilwende hin zur Rock-Musik kam mit den Mädchen, ab dann hatten wir Sängerinnen“, denkt der Bandleader zurück an die Zeit Mitte der 90iger Jahre. Ab dann standen bei den Jahreskonzerten und den Gottesdiensten langen immer drei bis vier Damen an den Mikrofonen und interpretierten Klassiker und aktuelle Titel der Rockmusik. Auch die derzeitige Formation mit gut einem Dutzend Akteure hat etwa „Stairway to heaven“, „Hotel California“, „Hold the Line“ – von Toto oder „Dear Mr. President“ im umfangreichen Repertoire, das natürlich auch Stücke für den Gottesdienst beinhaltet. Ein zweistündiges Konzert könnten die jungen Musiker problemlos auf die Bühne bringen.

Dass die Titelwahl immer auch von den jeweiligen Fähigkeiten der Gitarristen abhängt, versteht sich von selbst. „Junge Leute mit dreizehn oder vierzehn Jahren müssen da erst reinwachsen“, weiss der Musikpädagoge, der aus diesem Grund seit einigen Jahren in einer sog. Vorband die Jungen und Mädchen schult.  Die meisten werden irgendwann ihr Abitur machen – dann kommen neue Talente. "Die Johnny Boys`n Girls sind ein Selbstläufer“.

Konzertmitschnitt