1 Unsere Fachschaft Bildende Kunst

 

 Frau Sicker-Wünsch, Frau Gesell; es fehlt Frau Daufenbach

 





2 Unser Verständnis vom Fach Bildende Kunst

Die Arbeitsfelder des Faches Bildende Kunst sind die mit künstlerischen Mitteln gestaltende Arbeit und deren gedankliche Durchdringung. Sie umfassen die Vielschichtigkeit des Denkens und Handelns, der Gestaltung, der Wahrnehmung und der Auslegung. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln im Unterricht unterschiedliche Formen von Äußerungen, die ein besseres Verständnis ihrer selbst und ihrer kulturellen Umwelt zum Ziel haben. Das Fach Bildende Kunst trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, diese Äußerungen zu stärken und sichtbar zu machen. Hier sind die Vielfalt individueller Äußerungen und die damit verbundene Stärkung der Eigenständigkeit und Kreativität der Schülerinnen und Schüler von zentraler Bedeutung. Durch die Verschränkung von Wahrnehmen und Darstellen werden die Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Ausdrucksfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gefördert. Angestrebt wird ein ganzheitlicher Unterricht, der Denkweisen, Erfahrungen und Erscheinungen aus dem Leben der Schülerinnen und Schüler und aktuelle und situationsabhängige Gegebenheiten aufgreift, der eigenständige Wege fördert, neue Perspektiven eröffnet und ermöglicht, die Welt offener, bewusster und differenzierter zu erleben und mitgestalten zu können. Ein zunehmend komplexeres Arbeiten und Denken in Zusammenhängen wird eingeübt. Die Notwendigkeit, im Unterricht immer auch von den Schülerinnen und Schülern und ihrem Entwicklungsstand auszugehen, bestimmt die konkreten Gegenstände und die Art und Weise der Annäherung und bedeutet so eine Öffnung in eine Methodenvielfalt. Durch handlungsbetonte, offene und gelenkte, prozess- und projektorientierte Unterrichtsformen und Methoden werden emotionale, kreative, bildhaft- anschauliche, kognitive und kommunikative Fähigkeiten und Kenntnisse erworben. Damit vermittelt der Unterricht im Fach Bildende Kunst in besonderem Maße Schülerinnen und Schülern vielfältige fachliche, methodische, personale und soziale Kompetenzen. Sie lernen ausgehend von Erlebnis, Körpergefühl und Raumerfahrung zu gestalten und ihre Wahrnehmung von Wirklichkeit im zwei- und dreidimensionalen Bereich und in Verbindung mit der Zeit zu sensibilisieren und auszudrücken. Sie erkennen Mittel der Gestaltung und ihre Ordnungen und lernen diese gezielt oder zufallsbedingt einzusetzen. In Werkprozessen und Projekten verfolgen sie eigene Wege der Gestaltung, üben aber auch im Team Projekte zu verwirklichen und Probleme zu lösen. Sie begreifen den Einsatz unterschiedlicher Materialien als Anregung für die Gestaltung und lernen mit Arbeitsmaterialien sachgerecht, verantwortungsbewusst und gezielt umzugehen. Im engen Kontakt zur eigenen praktischen Arbeit üben sie, sich zu Gestaltetem in Kunst und Umwelt mündlich und schriftlich zu äußern. Die Fähigkeit, seine eigenen Werke und die anderer zu reflektieren und sie in verschiedenen Formen zu präsentieren, wird eingeübt. Eine angemessene Fachsprache wird zunehmender Bestandteil des Unterrichts. Auch eine künstlerisch-praktische Vorgehensweise in der Auseinandersetzung mit Werken liegt nahe. Eine Urteilsfähigkeit im Umgang mit eigenen Arbeiten und denen der Mitschülerinnen und Mitschüler durch Betrachten, Vergleichen, Einordnen und Werten wird angestrebt ebenso wie begründete persönliche Stellungnahmen zu künstlerischen Werken und ästhetischen Produkten der Alltagskultur mit ihrem Bezug zur aktuellen Lebensumwelt.

An einer christlichen Schule ist die kritische Auseinandersetzung mit dem großen Schatz der christlichen Ikonographie ein zentrales Anliegen der Kunsterziehung.