„Das Wissen von morgen“ lautet der Titel des Bildbandes, den Simon Ternes von der Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur erhielt, nachdem er sich im Bundeswettbewerb Informatik für die Endrunde qualifiziert hatte. „Ich möchte Ihnen zu diesem großartigen Erfolg herzlich gratulieren und Ihnen meine Anerkennung aussprechen“, schreibt Doris Ahnen und unterstreicht, dass der Schüler des Johannes-Gymnasiums zu den zwei Teilnehmern aus Rheinland-Pfalz gehört, die die ersten beiden Runden erfolgreich bestanden haben. Simon Ternes gehört jetzt zu den besten 28 in Deutschland, unter denen der diesjährige Bundessieger ermittelt  wird.

1106 Schülerinnen und Schüler hatten sich an der ersten Runde des zum 27. Mal ausgeschriebenen Bundeswettbewerbs beteiligt, darunter 55 aus Rheinland-Pfalz. 139 Schülerinnen und Schüler erreichten die zweite Runde, hier waren es noch sieben aus unserem Bundesland. Sie hatten zu zwei von drei Aufgabenstellungen Lösungen erarbeitet und dabei ihre Fähigkeit bewiesen, informatische Inhalte theoretisch zu fundieren und anwendungsorientiert umzusetzen. „Es ist immer wieder bewundernswert, wie viele Ideen, wie viel Wissen, Fleiß und Durchhaltevermögen in den Einsendungen zur zweiten Runde eines Bundeswettbewerbs Informatik stecken“, heißt es in der Auswertung des von der  Gesellschaft für Informatik un der Fraunhofer-Gesellschaft getragenen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Wettbewerbs.

Simon Ternes widmete sich der Aufgabe, eine Content  Provider Unit eines Filmclubs zu entwickeln, der seinen Kunden nach Einschalten einer Settop-Box eine Filmauswahl vorschlägt, die den Geschmack des Kunden möglichst gut treffen soll. Dazu unterschied er zunächst nach unterschiedlichen Film-Genres und suchte nach einem dynamischen Übergang, um so eine Annäherung an den jeweiligen Geschmack des Kunden zu erreichen.

Seine Lösung bestand schließlich nicht nur aus einem Protokoll des algorithmischen Ablaufs, sondern auch in dessen Umsetzung mit Hilfe der Programmiersprache Java. Als zweite Aufgabe wählte Simon Ternes die Entwicklung eines so genannten K-Sortierers, eines elektronischen Bauteils, das innerhalb eines Netzwerks auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden soll. Hier stand für ihn zunächst eine grafische Umsetzung des Problems im Vordergrund, aus der er ein vollständigesVerfahren zur Fehlererkennung in Sortier-Netzwerken ableitete. Auch dieser Algorithmus wurde schließlich in Form eines Java-Programms dokumentiert.

Das Foto zeigt Simon Ternes zwischen Schulleiter Rudolf Loch (links) und Fachlehrer Edgar Benz.