Im Rahmen ihres Unterrichts in katholischer Religion (Fachlehrerin Frau Föllbach) und Geschichte (Fachlehrer Herr Benz) besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c am Freitag, 11. Januar 2013, die Gedenkstätte Hadamar. Während einer dreistündigen, didaktisch sehr gut vorbereiteten Führung wurden die jugendlichen Besucher mit der Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Regimes konfrontiert, dem in Hadamar zwischen 1941 und 1954 rund 15000 Menschen zum Opfer fielen.

Für diese Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen fanden nach Kriegsende zunächst Gedenkfeiern auf dem Anstaltsfriedhof statt. Die Gründung der Gedenkstätte Hadamar, und damit der ersten deutschen NS-Euthanasie-Gedenkstätte, geht auf das Jahr 1983 zurück, als die historischen Kellerräume für Besucherinnen und Besucher geöffnet wurden. Ende der 1980er Jahre übernahm der Landeswohlfahrtsverband Hessen die Trägerschaft der Gedenkstätte und stattete sie mit Räumlichkeiten und Personal aus

Anhand von Einzelschicksalen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler sowohl mit den Biografien der nach Hadamar transportierten Menschen als auch mit den Motiven des an den Verbrechen beteiligten Anstaltspersonals. Dabei löste nicht nur die Frage, wie es zu einer derartigen Missachtung menschlichen Lebens kommen konnte, sondern auch die Entdeckung, wie milde die Nachkriegsjustiz denTätern zum Teil begegnete, Betroffenheit und Kopfschütteln aus.

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