Schon zu Beginn des Schuljahres 2015/16 war der Entschluss gefasst: Der Erdkunde-LK (Kurs Fisher) wird eine Exkursion „in die Eiszeit“ machen. Das machte neugierig und spannte über das gesamte Schuljahr einen Spannungsbogen. Nahezu 10 Monate über beschäftigten den Kurs fachliche Vorbereitung (in Form von Partnerreferaten - alle Referate finden Sie im Exkursionsreader als Download), Planung sowie Absprachen mit Schulleiter und Eltern, Sponsorensuche, Erstellung einer Spendenliste und die Einrichtung einer kursinternen Tauschbörse für Ausrüstungsgegenstände. Schließlich sollte niemand mit Joggingschuhen im Hochgebirge und schon gar nicht auf Gletschereis herumstiefeln.

Nach langer Vorbereitung sahen die Vorbedingungen gut aus, denn mit „Kölln“ wurde ein namhafter Müslihersteller als Exkursionsunterstützer gefunden – keiner ging ohne Outdoorhose und ordentliches Schuhwerk an den Start… . Was kam nun also auf die Exkursionsgruppe zu?

Die Fahrt in die Schweiz war mit 594 km kein Pappenstiel – die Fahrt über den Furkapass dafür aber ein erstes Highlight. Die Übernachtung erfolgte im Holiday Camp in Oberwald, Kanton Wallis, Schweiz. Zweckmäßig eingerichtete Zimmer und eine Großküche zur Selbstversorgung mit Gemeinschafts- und Speiseraum erschienen genau richtig, um das geographische Exkursionsflair aufkommen zu lassen.

Am 20.06.2016 legte der Exkursionstross um 5:30 Uhr in Lahnstein ab, um zeitig im Alpenraum anzukommen – schließlich lagen einige interessante Zwischenstopps auf der Route bis zum Camp. Am höchsten Punkt der Passstraße, auf 2436m üNN, schnupperten alle erste Höhenluft. Nur wenige Kilometer weiter: Der Rhône-Gletscher und die berühmte Eisgrotte, welche den Besucher einen Blick in Jahrzehnte altes Gletschereis werfen lässt. Allein der Weg bis zum Eingang des Tunnels aus Eis ist atemberaubend, denn neben dem glazialmorphologischen Formenschatz am Eisrand ist es doch der Gletscher selbst, der immer wieder die Blicke auf sich zieht und als Fotomotiv und Selfiebackground dient.

Der zweite Tag trieb alle früh aus den Betten. Schließlich stand der mit Spannung erwartete Gletschermarsch auf dem Eis an. In Absprache mit Dipl. Bergführer Charly Imoberdorf wurde die Gruppe aufgeteilt: Eine Gruppe ging vormittags zusammen mit Charly und Frau Judith Bürger in einer Seilschaft auf den Rhône-Gletscher, während die zweite Gruppe zusammen mit Herrn Frederick Fisher das Grundmoränengebiet in Gletschboden untersuchte und die glaziale Serie im Gelände statt im Lehrbuch kennenlernte. Am Nachmittag tauschten die Gruppen die Exkursionslocations. „Die Bedingungen auf dem Eis sind alles andere als optimal“, stimmte Charly die Gruppe noch im Camp ein. Die Schneeauflage und der Regen der vergangenen Wochen machten den Gletscherhike zu alles anderem als einer einfachen Unternehmung. Strenge Sicherheitsregeln und eine unbedingte Spurtreue auf Eis wurden vom Bergführer unmissverständlich eingefordert, da Gletscherspalten alles andere als ungefährlich sind und durch die verbliebene Schneeauflage oft nicht zu erkennen waren. In Gletschboden gab es unterdessen lediglich nasse Füße, denn die Grundmoräne ist dort heute von Flachmooren und kleinen Wasserläufen durchzogen, bietet aber dennoch einen eindrucksvollen Blick in die vergangene kleine Eiszeit. Neben der Grundmoräne sind dort auch mehrere Endmoränenwälle von 1850, 1890 sowie 1910 zu erkennen – auch ein Todeislos findet sich noch. Trotz leichten Regenschauern und nassen Füßen war die Stimmung top. Schließlich gehört genau das zu zu einer „Exkursion…Exkursion…!“´.

Tag drei stand ganz im Zeichen des größten Gletschers der Alpen, dem Aletschgletscher. Die Seilbahn ab Fiesch hievte die Exkursionsgruppe auf ca. 2900m üNN, den Viewpoint Eggishorn, wo sich ein Aussichtspunkt mit Blick über den Aletschgletscher sowie das Fieschertal befindet. Trotz strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wurden hier die geschmiedeten Pläne durchkreuz: Der Wanderweg entlang des Aletschgletscher hinunter zur Fiescheralp war vollkommen verschneit und unpassierbar, womit der Aufenthalt am Eggishorn kurzerhand verlängert wurde und im Anschluss ab der Mittelstation „Fiescheralp“ hinunter ins Tal gewandert wurde. Bei 1200 Höhenmetern auf einer Gesamtstrecke von nur sechs Kilometern nicht gerade ein leichter Spaziergang… . Der Marsch steckte besonders dem Küchenteam in den Knochen, welches aber dennoch – wie die anderen Küchenteams zuvor – am Abend ein deftiges Abendessen in der Großküche zauberte und damit Kraftreserven für einen gelungenen Abschieds-Hüttenabend freilegte.

Wohl auch aufgrund des aufgekommenen Teamspirits fiel der Abschied aus dem Wallis am Donnerstag schwer. Die Alpen verabschiedeten die Exkursionstruppe mit strahlendem Sonnenschein und einer tollen Fernsicht.

von
Paul Mielke und Frederick Fisher

Einige Eindrücke und Impressionen der Exkursion wurde von Björn Both und Konrad Loechner mit den Videokameras festgehalten und zu einem eindrucksvollen Film zusammengeschnitten, welcher hier zu sehen ist.
      

Außerdem eine kleine Auswahl der nahezu unzähligen Bilder:

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