Das Schulfach Erdkunde leistet einen wesentlichen Beitrag zur allgemeinen Grundbildung, in dem es schrittweise ein fundiertes räumliches Weltbild mit einem kritischen Blick für die vielfachen Mensch-Umwelt-Beziehungen vermittelt.

Zugleich schafft der Erdkundeunterricht Verständnis für verschiedenartige Kulturen und trägt damit dazu bei, Vorurteile gegenüber fremden Lebensformen abzubauen. Den Schüler/innen soll bewusst werden, dass der Mensch für die Nutzung und Gestaltung seines Lebensraums verantwortlich ist. Die Auseinandersetzung mit den räumlichen Gegenwartsfragen unserer Welt erfordert die Einsicht, dass Zukunftsaufgaben im nationalstaatlichen Rahmen allein nicht zu lösen sind. Damit leistet Erdkunde auch einen Beitrag zur Umwelt- und Friedenserziehung sowie politischen Bildung.

Der Erdkundeunterricht führt die Schüler/innen zur eigenständigen Erschließung komplexer physischer sowie anthropogener Zusammenhänge der Welt und bietet wesentliche Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung und zu geographischer Bildung. Die Vielfalt der Arbeitsformen und Inhalte eröffnet darüber hinaus Möglichkeiten, soziales Lernen und Verhalten zu fördern.

Wesentliche Aufgabe des Erdkundeunterrichts ist es zudem, topographisches (orientierendes) Wissen zu vermitteln und eine Vorstellung über die räumliche Gliederung der Erde zu erreichen.

Aktuelle geographisch und geowissenschaftlich relevante Phänomene und Prozesse, wie z.B. Globalisierung, Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Bevölkerungsentwicklung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte (...), prägen unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen.

Der Umgang mit diesen komplexen Entwicklungen erfordert eine Anpassung bisheriger Verhaltensweisen und Handlungsstrategien auf der Grundlage von fundiertem Sachwissen, Urteilsfähigkeit sowie Problemlösungskompetenz, z.B. in  den Bereichen Umweltschutz, Risikovorsorge, Stadt- und Raumplanung, Wasserversorgung, wirtschaftliche Entwicklung und entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Weil die genannten Prozesse ihre Dynamik aus den Wechselbeziehungen zwischen naturgeographischen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten erhalten, können diese Qualifikationen insbesondere durch eine Verknüpfung von naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Bildung aufgebaut werden. Gerade hier besitzt die Geographie ihr besonderes fachliches Potential.      

(Quelle: Lehrplan Erdkunde Rheinland-Pfalz S.9 ff/1998, verändert, ergänzt und aktualisiert)

Arbeitsplan

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