„Von einem Lehrer wird…erwartet, daß er an seinem Zuhörer erstlich den verständigen, dann den vernünftigen Mann, und dann endlich den Gelehrten bilde. Ein solches Verfahren hat den Vorteil, daß wenn der Lehrling gleich niemals zu der letzten Stufe gelangen sollte, wie es gemeiniglich geschieht, er dennoch durch die Unterweisung gewonnen hat, und, wo nicht für die Schule, doch für das Leben geübter und klüger geworden. Wenn man diese Methode umkehrt, so erschnappet der Schüler eine Art von Vernunft, ehe noch der Verstand an ihm ausgebildet wurde, und trägt erborgte Wissenschaft, die an ihm gleichsam nur geklebt und nicht gewachsen ist, wobei seine Gemütsfähigkeit noch so unfruchtbar wie jemals, aber zugleich durch den Wahn von Weisheit viel verderbter geworden ist. Dieses ist die Ursache, weswegen man nicht selten Gelehrte (eigentlich Studierte) antrifft, die wenig Verstand zeigen, und warum die Akademien mehr abgeschmackte Köpfe in die Welt schicken als irgendein anderer Stand des gemeinen Wesens.“ (…) Kurz, er soll nicht Gedanken sondern denken lernen; man soll ihn nicht tragen sondern leiten, wenn man will, daß er in Zukunft von sich selbst zu gehen geschickt ist.“

Mit den Worten von Immanuel Kant aus einer Vorlesung in Winterhalbjahr 1765-1766 leitete Hubert Luszczynski
Vizepräsident der Peter-Altmeier-Gesellschaft, eine Feierstunde ein, in der er Preisträger des Wettbewerbs „Politik-Staat-Gesellschaft - Eine ausgezeichnete Arbeit“ ehren durfte. Am 19. Februar 2018 wurden im  Peter-Altmeier-Gymnasium (Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz) Facharbeiten und Besondere Lernleistungen in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufsbildenden Schulen in der Region Koblenz-Mittelrhein ausgezeichnet.

Unter den Preisträgern waren auch zwei Schüler des Johannes-Gymnasiums:

  • Jan Hartmann mit seiner Facharbeit "Herabsetzung des Wahlalters bei Bundestagswahlen auf 16 Jahre ?" (betreuender Fachlehrer Dr. Martin Hübner)
  • Leo Schwaderlapp mit seiner Facharbeit "Glaube an Rettung? – Rettung durch Glaub? Glaube und Religion in der Endphase des zweiten Weltkriegs" (betreuender Fachlehrer Edgar Benz)

Die beiden Schüler erhielten in Anerkennung ihrer hervorragenden Arbeiten jeweils einen Geldpreis von 100 Euro.