Als staatlich anerkannte, katholische Privatschule des Bistums Limburg führen wir zu den gleichen Bildungsabschlüssen wie öffentliche Gymnasien. Wir stehen gleichwertig, aber nicht gleichartig neben den staatlichen Schulen.

Wir sind eine christlich geprägte Schule, an der vor allem katholische, aber auch evangelische Schülerinnen und Schüler unterrichtet und erzogen werden. Wir verstehen unsere Schule als eine Erziehungsgemeinschaft von Schülerinnen und Schülern, Lehrern und Eltern, die das Evangelium als Leitmotiv ihres Lebens annehmen. Unser Verständnis von Bildung und Erziehung steht auf der Grundlage des christlichen Menschen- und Weltbildes. Hierzu zählt vor allem die Grundüberzeugung von der personalen Würde des Kindes und der Jugendlichen, die theologisch darin gründet, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat (Gen 1,27f).

Zusammenhang von Wissen und Glauben

Wir wollen jungen Menschen helfen, ein umfassendes Verständnis der Wirklichkeit zu erschließen und zu kompetenten, frei und verantwortungsvoll handelnden, humanen Persönlichkeiten zu reifen. Unser Anliegen ist die wechselseitige Durchdringung von Glaube, Kultur und Leben. Daher soll die religiöse Bildung nicht additiv der säkularen Bildung hinzugefügt werden, sondern auf sie bezogen und mit ihr verbunden werden.

Daher bemühen wir uns, den inneren Zusammenhang zwischen Wissen und Glauben, zwischen fides und ratio in den Fachunterricht zu integrieren. In der Auseinandersetzung mit den Fachinhalten möchten wir die Sinnstrukturen der Wirklichkeit den Schülerinnen und Schülern erschließen, so dass die menschliche Erkenntnis nicht in lauter Einzelwahrheiten zerfällt, denen jeder sinnstiftende Zusammenhang fehlt (AkademietageJohnny-Forum).

Traditionell legen die kirchlichen Schulen sehr viel Wert auf die musische Ausbildung der Schülerinnen und Schüler. Das Johannes-Gymnasium gehört zu den wenigen Schulen in Rheinland-Pfalz, die sich als "Gymnasium mit  Zusatzangebot im Fach Musik" betiteln dürfen. Im Zentrum dieses musischen Zusatzangebots stehen die verschiedenen Ensembles wie auch das Klassenmusizieren in den Jahrgangsstufen 5 und 6.

Zugleich bemühen wir uns, ihre Individualität zu achten, indem wir besondere Begabungen fördern und bei Lernschwierigkeiten Hilfen anbieten. Ein besonderes Förderangebot bildet unsere Ganztagsschule in Angebotsform, die wir in einem der drei Züge in jeder Jahrgangsstufe anbieten und in der die Schülerinnen und Schüler die Schule als wirklichen Lebensraum erfahren.

Daneben eröffnen wir Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit, im altsprachlichen Zweig mit der Fremdsprache Latein zu beginnen, um sich u.a. eine sehr gute Grundlage für den weiteren Fremdsprachenerwerb zu schaffen.

Die unterschiedlichen Talente und Neigungen der Schülerinnen und Schüler – in der Musik, im Theaterspiel, im Sport oder in den Naturwissenschaften – unterstützen wir über den Regelunterricht hinaus mit vielen Zusatzangeboten (ArbeitsgemeinschaftenFörderkonzept). Als Medienkompetenzschule bemühen wir uns, den Schülerinnen und Schülern einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien zu vermitteln (Medienerziehung). Die naturwissenschaftlich-mathematische Bildung liegt uns als MINT-EC-Schule ebenso sehr am Herzen.

Wertorientierte Erziehung

Unsere Schule ist aber auch ein pädagogisch gestalteter Lebensraum, an dem Kinder und Jugendliche Kirche erleben und wertbildende Erfahrungen machen können. Wir bieten Zeiten und Räume zum Innehalten, zur Orientierung und zum Gebet (Schulpastoral) und eine Gemeinschaft, in dem „der Geist der Freiheit und der Liebe des Evangeliums“ lebendig ist (GCL).

Auf dieser Grundlage bekennen wir uns zu einer wertorientierten Erziehung. Es ist uns wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler für Menschen in Not zu sensibilisieren und solidarisches Handeln mit ihnen einzuüben (z.B. im verpflichtenden Sozialpraktikum, in der AG Generationentreff, beim Integrationscup oder den Integrativen Kunsttagen). Den schonenden Umgang mit der Natur, Gottes Schöpfung, fordern wir ein und zeigen Wege zu umweltgerechtem Verhalten (Modellschule ökologisch profilierter Schulen) ebenso wie den solidarischen Einsatz für Gerechtigkeit in der einen Welt (Eine-Welt-LadenAktion TagwerkRuanda-Projekt). Hierzu passt, dass wir 2011 in das weltweite Netz der interessierten Unesco-Projektschulen aufgenommen wurden. 2014 erhielten wir die Auszeichnung als "mitarbeitende Unescoprojektschule".

Auf diese Weise wollen wir den Kindern und Jugendlichen eine anspruchsvolle Schulbildung vermitteln und sie zu verantwortungsbewusstem Handeln im Sinne der Ehrfurcht vor Gott sowie der Achtung vor der Würde eines jeden Menschen, vor allem Leben und vor der gesamten Schöpfung befähigen.

Die Pflege des internationalen Gedankens dienen unsere Schulpartnerschaften- und austauschprogramme mit Frankreich, England und Ruanda.

Fremdsprachenfolge

Altsprachlicher Zweig

Neusprachlicher Zweig

5. Klasse: Latein (verbindlich)

5. Klasse: Englisch (verbindlich)

6. Klasse: Englisch (verbindlich)

6. Klasse: Französisch/Latein (verbindlich)

8. Klasse: Französisch/Altgriechisch (verbindlich)

9. Klasse: Französisch/Latein (fakultativ,

ab Schuljahr 2019/20 als Wahlfach neben "Naturwissenschaftliches Arbeiten" und "Christliches Leben")

Weitere Sprachen

  • Spanisch: ab Klasse 11 als Grundkurs möglich
  • Italienisch: als Arbeitsgemeinschaft

Leistungskurse sind in allen Fächern außer Bildende Kunst und Informatik möglich.

Besonderheit: Leistungskurs katholische Religion, evangelische Religion, Sport, Musik