„Ein Raum der Stille und der Meditation, ein Raum der Begegnung mit anderen und mit Gott: Eigentlich braucht jede Schule einen solchen Raum“, betonte Schulleiter Rudolf Loch anlässlich der Einweihung des „neuen“ Schulpastoralraumes. Generalsaniert, licht und hell, sparsam und geschmackvoll ausgestattet – gerne waren Vertreter der Elternschaft, Schülervertretung, der Gemeinschaft Christlichen Lebens, des Bistums und des Lehrerkollegiums der Einladung zur Einweihung mit Weihbischof Dr. Löhr gefolgt und konnten sich der ganz besonderen Atmosphäre dieses Raumes nicht entziehen.

Viele verschiedene Stellen waren in den vorangegangenen Monaten mit der Gestaltung des Raumes befasst: Nach dem Placet durch das Bistum als Schulträger wurde die Generalsanierung (Betonsanierung, neue Fenster, Innenausstattung) dank der freiwilligen Elternspende möglich. Die Bauleitung lag in Händen der Architektin Frau Schwaab, die dabei in dauerndem Kontakt mit dem Schulseelsorgeteam (insbesondere Frau Wittenbruch-Overings) auch den „inhaltlich-pastoralen“ Aspekt im Auge behielt.

Ein theologischer Aspekt war schließlich ausschlaggebend, dass die Einweihung dieses Raumes auf den 02. Februar, das Fest der Darstellung des Herrn, terminiert wurde. „Dieses Fest ist in der jüdischen Tradition auch ein Fest der Namensgebung und damit gleichzeitig der Deutung“, erläuterte Weihbischof Dr. Löhr in seiner Ansprache. Schule sei Lebensort und Leben verlange nach Deutung, die gerade an einer christlichen Schule nicht beliebig, sondern in besonderem Maße von Gott vorgegeben sei.

Das Evangelium dieses 2. Februar erzählt davon, dass Maria und Josef das Kind – wie es Brauch und vorgeschrieben war - in den Tempel bringen. Dort begegnen sie dem alten Simeon und der Prophetin Hanna, die in dem Kind den Messias erkennen. „Hier begegnet Gott seinem Volk. Und dieser neue Raum soll ebenfalls Raum der Begegnung, mit Gott, mit unseren Mitmenschen sein. Und: Wir brauchen die Erfahrung, dass Gott ein Ohr für uns hat“, führte der Weihbischof weiter aus, bevor er den Raum und die anwesenden Vertreter der Schulgemeinde segnete. Musikalisch umrahmt wurde die von Uta Wittenbruch-Overings vorbereitete stimmungsvolle Feier von Mitgliedern des Unterstufenchores und Harald Weber am Klavier. Und gut gelaunt lud Schulleiter Rudolf Loch anschließend zu Gespräch und Begegnung in die Aula des Johnny.