Mit Gebeten und Geschichten den Tag beginnen - unter diesem Motto hat die Schulpastoral ein neues Gebetsheft erstellt. Die "Impulse für den Tagesbeginn und andere Anlässe" sollen nicht nur ein Begleiter für den Schultag oder das Kirchenjahr sein, sondern auch zum Nachdenken anregen oder in schweren Stunden eine Hilfe sein. Zudem gibt es Gebete in englischer, französischer und lateinischer Sprache. Von Schülerinnen und Schülern erstellte Bilder illustrieren das Heft.

Die Schulpastoral dankt an dieser Stelle dem Fachbereich Kunst für die Gestaltung des Hefts und Frau Rothenberg-Kieffer für dessen technische Umsetzung.


Benno Lukitsch zum Diakon geweiht

Wir gratulieren Herrn Benno Lukitsch, der im Limburger Dom von Weihbischof Dr. Stefan Löhr mit vier weiteren Männern zum ständigen Diakon geweiht wurde. „Es war ein sehr schöner und bewegender Tag, auf den ich mich lange vorbereitet habe“, so der neue Diakon, für den schon in seiner Schulzeit klar war, dass er im kirchlichen Dienst arbeiten wollte. Und so hat er sich nach seiner Lehrerausbildung mit den Fächern Biologie und Religion dazu entschlossen, Diakon zu werden. Natürlich geht das nicht ohne die Unterstützung seiner Familie, kommt doch den Ehefrauen der Ständigen Diakone eine entscheidende Bedeutung für eine gelingende Ausübung des Dienstes zu. Auch sie mussten während der Weihezeremonie im Dom ihre Bereitschaft, den Dienst ihres Ehemannes mitzutragen, öffentlich bekunden. „Das erste Versprechen habe ich meiner Frau bei unserer Hochzeit gegeben“, erklärt auch Benno Lukitsch im Gespräch.

„Ich war sehr berührt davon, wie viele Menschen am Samstag mit mir gefeiert haben“, freut er sich. Die Lahnsteiner GCLer sind mit einer zwanzigköpfigen Abordnung in den Dom – Gabriel Klaedtke trug das Banner – eingezogen. Auch zahlreiche Kollegen und die Schulleitung wohnten der mehr als zweistündigen, sehr feierlichen Weihezeremonie im überfüllten Limburger Dom bei. Sie waren Zeuge, als Weihbischof Dr. Löhr Benno Lukitsch und seinen Mitbrüdern die Hand auflegte und ihn zu seinem Dienst in der Kirche (Pfarrei St. Martin in Lahnstein) beauftragte. „Sie geben ihr Leben in den Dienst am Nächsten: mit Ihrer Erfahrung im Beruf, mit Ihrer Ehe und Ihrem Familienleben." Löhr nahm das Evangelium vom barmherzigen Samariter als Beispiel dafür, was das konkret bedeutet. Wenn es um Barmherzigkeit gehe, dann sei nicht das Weitergehen, damit der Betrieb läuft, gemeint. „Wichtig ist das Stehenbleiben, wo wir gebraucht werden. Nächstenliebe als Unterbrechung“, so Löhr in seiner Predigt. Er sprach dem Amt des Diakons eine hohe Bedeutung zu, die er an die Kandidaten persönlich weitergab: „Unsere Welt braucht die Kirche – und die Kirche braucht Sie!"

Bewegend auch die Momente, als die neuen Diakone – musikalisch vom Domchor begleitet - ihre Gewänder (Stola und Dalmatik) anlegten. „Mich hat ganz besonders die Umarmung meines schwer kranken Ausbilders bewegt“, so Benno Lukitsch, der im Anschluss an die Weihezeremonie selbstverständlich auch an der Eucharistiefeier mitwirkte.

Nach dem Gottesdienst galt es zunächst auf dem Domplatz viele Hände zu schütteln und Glückwünsche entgegenzunehmen, bevor Lukitsch mit Familie und Freunden am frühen Nachmittag im Bistro des Johnny durchatmen und einen Kaffee trinken konnte: „Da habe ich gemerkt, wie mir die Knie gezittert haben“. Mit einer feierlichen Vesper in der Johanniskirche, selbstverständlich vom „jungen“ Diakon geleitet, endete der Weihetag. (mrk, Foto: Rhein-Lahn-Zeitung)