6222 km Luftlinie liegen zwischen Nyarurema/Ruanda und Lahnstein. Diese Strecke hat Father Sylvere Mugisha auf sich genommen, um seine Partnerschule, das Johannes-Gymnasium Lahnstein, zu besuchen. Father Mugisha ist Schulleiter der Ecole Technique Paroissiale, einer katholischen Schule im Nordosten von Ruanda. Schulleiter Rudolf Loch freute sich sehr, seinen Kollegen bei den Jahreskonzerten der Schule am Wochenende zu begrüßen. „Unsere Partnerschaft hat viele Gesichter und es ist schön, wenn diese sich begegnen“ – so Schulleiter Rudolf Loch. In den nächsten Tagen wird sich Father Mugisha einen vielfältigen Eindruck von dem Schulleben am Johannes-Gymnasium und der deutschen Kultur machen. Dazu gehört natürlich auch der Besuch des Weihnachtsmarktes in Koblenz, wie auch die gemeinsame Feier des Schulabschlussgottesdienstes vor Weihnachten in der Kirche St. Barbara (Niederlahnstein).

Die Schülerinnen und Schüler freuten sich ebenso auf die Begegnung mit dem ruandischen Gast. So stellte er sich bereits in einer Fragestunde den vielen Fragen in der Klasse 10b. „Wie sieht der Schultag eines ruandischen Schülers aus?“, Welche Mahlzeiten erhalten die Schüler/innen in Ruanda? Wie viele Schüler/innen hat die Partnerschule?“- neben Fragen zum Schulalltag wurde ebenso über das politische System in Ruanda, die Wirtschaftslage und die Geschichte dieses Landes berichtet. Informationen aus erster Hand, wie ihn der normale Geographieunterricht nicht leisten kann.

„Ich bin sehr stolz auf unsere Partnerschaft mit dem Johnny“- so Father Mugisha, „durch dieses Engagement und die vielen Projekte hat sich unsere Schülerzahl von 132 (2015) auf 630 (2019) Schüler/innen erhöht.“ Durch ein Patenschaftssystem ermöglicht das Johnny auch ruandischen Familien, die sich das Schulgeld nicht leisten können, die Finanzierung des Schulgeldes. Die meisten Schüler/innen besuchen das Schulinternat.