Musik baut Brücken - und in diesem Fall über Kontinente hinweg. Seit nun 40 Jahren sind „Los Masis“  als musikalische Botschafter der 2800 Meter hoch gelegenen Anden-Stadt Sucre unterwegs und bringen ihren Zuhörern in Europa und jetzt auch wiederholt in Lahnstein ihre Musik, Tänze und Traditionen nahe. Sie sind dabei ganz authentisch, fühlen sich in ihrer typisch bolivianischen Kleidung und auf den (mal nicht elektronisch verstärkten) originalen Instrumenten wohl und zu Hause und machen so auch junge Menschen neugierig. Die kamen im Atrium des Johannes-Gymnasiums so in den Genuß eines außergewöhnlichen „Pausenkonzertes“ und ließen sich sich von den alten bolivianischen Rhythmen und Melodien mitreißen.


Es gab gleich mehrere Gründe für dieses kleine Konzert: Zum Einen sind „Los Masis“ in diesem Frühjahr auf Deutschlandtournee (die Gruppe bietet immer auch Workshops an), zum Anderen wurde nach der Umbauphase im Zuge von Brandschutzmaßnahmen im Bistro des Johnny an diesem Vormittag auch der neue „Eine-Welt-Laden“ geweiht und eröffnet. Da passte das eine gut zum anderen und war für Pater Ernst Karbach vor der Segnung auch Grund genug zur Mahnung: „Wir segnen hier heute eigentlich einen Sozialraum. Denn, wenn wir fair gehandelte Produkte verkaufen und kaufen, dann sorgen wir für sozialen Frieden. Für eine gerechte Welt, in der alle genug haben im Sinne des Evangeliums. Dafür, dass Menschen von dem, was sie arbeiten, leben können. Auch in Bolivien“.

Gemeinsam mit Pfarrer Holger Sprenger segnete er diesen neuen Raum, in dem jetzt noch mehr Produkte angeboten werden können. „Wir hoffen auf viele Besucher, zumal er wirklich günstig direkt im Eingangsbereich unseres Bistro liegt“, so auch die einhellige Meinung der Schülergruppe, die sich in diesem Bereich seit vielen Jahren engagiert. Sie werden nun neben dem mobilen Verkaufsstand im  Eingangsbereich der Schule in jeder großen Pause den neuen Verkaufsraum öffnen. (mrk)