Solidarität wird am Johannes-Gymnasium in Lahnstein groß geschrieben. Dabei hat die Schulgemeinde nicht nur die Menschen in Not oder die Belange der Partnerschule z.B. in Ruanda im Blick, sondern auch das, was direkt vor der Schultür liegt. Zum Greifen nah liegt da die Johanniskirche – sie ist allgegenwärtiges Zeugnis, dass die hier arbeitenden  Menschen sich unter den Segen Gottes gestellt haben. Der Bezug zur Kirche ist so alt und so vielfältig wie die Schule selbst und in den Wochen vor den Ferien nahmen Kollegium, Eltern und vor allem die Schüler großen Anteil am Einbau der neuen Orgel. Die Bauarbeiten und den Fortgang der Arbeiten verfolgten sie nicht nur optisch, sie unterstützten beim Sommerfest und einem „Orgellauf“ auch mit vielen kleinen und großen Schritten die Finanzierung des Instrumentes.      

Und so war die Freude bei Eduard Wolf vom Förderkreis Johanniskirche groß: Schulleiter Rudolf Loch überreichte ihm im Gottesdienst zum Beginn des neuen Schuljahres einen Scheck über 5000 Euro für die neue Schwalbennest-Orgel. Sein Dank galt besonders den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 7 – jeder gelaufene, gegangene oder gejoggte Kilometer wurde beim Orgellauf  in klingende  Münze umgewandelt.  „Ich bin begeistert von eurem großen Engagement und lade euch ein, die neue Orgel anzuschauen und anzuhören“,  bedankte sich Wolf im Namen des Förderkreises. In die Gesamtsumme floss auch der Erlös einer originelle Aktion von Schulpfarrer Pater Ernst Karbach ein: Er hatte die Orgelpfeifen der alten Orgel aufgehoben und beim Schulfest gegen eine Spende angeboten: „Die gingen weg wie warme Semmeln“.